1800 Menschen ziehen 360 Tonnen schwere Burg in Japan
Wichtige Fakten
- • Japans Hirosaki-Burg wurde mit Hikiya-Technik bewegt.
- • 1800 Menschen zogen den 360-Tonnen-Turm etwa 2,2 Meter.
- • 8000 Bewerbungen für 1800 Plätze, Auswahl per Los.
- • Technik existiert seit Jahrhunderten, erstmals seit 100 Jahren genutzt.
- • Burg bleibt bis 2033 für Besucher geschlossen.
In der nördlichen Region Tohoku in Japan haben am vergangenen Wochenende etwa 1.800 Menschen das 360 Tonnen schwere Wachtgebäude der Burg Hirosaki mit vereinten Kräften mehr als zwei Meter bewegt – ein ungewöhnliches und symbolträchtiges Projekt.
Der Turm, ein wichtiges Kulturdenkmal des Landes, musste verschoben werden, um eine bei einem Erdbeben beschädigte Mauer zu reparieren. Dafür nutzten die Behörden die traditionelle Hikiya-Technik, bei der Gebäude auf Rollen statt abgebaut bewegt werden. Seit 2015 ist es bereits das zweite Mal, dass Einwohner aktiv bei der Verlagerung helfen.
Laut Kensuke Hayasaka, Leiter der Abteilung für Parks und Grünflächen der Stadt Hirosaki, gab es etwa 8.000 Bewerbungen für die 1.800 Teilnahmeplätze – viermal mehr als verfügbar. Viele Interessierte kamen nicht nur aus der Region, sondern aus dem ganzen Land und sogar aus Südostasien, Europa und Nordamerika.
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