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Wissen 05.07.2026, 03:44 Aktualisiert: 05.07.2026, 06:00

30 Jahre Klonschaf Dolly: Fortschritt der Forschung ethisch umstritten

Stimmung: 50 #Forschung
Dolly wurde am 5. Juli 1996 im Roslin-Institut geboren.

Wichtige Fakten

  • Dolly wurde am 5. Juli 1996 im Roslin-Institut geboren.
  • 277 Versuche waren nötig für das erste geklonte Säugetier.
  • Dolly alterte vorzeitig und wurde 2003 eingeschläfert.
  • Klone haben oft schwerwiegende gesundheitliche Beeinträchtigungen.
  • In Deutschland ist kommerzielles Klonen per Tierschutzgesetz verboten.

Dollys Vermächtnis – Von der Sensation zur Alltagstechnik

Am 5. Juli 1996 wurde Dolly, das erste geklonte Säugetier, im Roslin-Institut bei Edinburgh geboren. 277 Versuche waren nötig. Der verwendete somatische Kerntransfer galt damals als unmöglich. Die Veröffentlichung 1997 löste weltweite Empörung und Skepsis aus. Heute wird Klonen in Landwirtschaft, Pferdesport und für Haustiere eingesetzt. In Deutschland ist kommerzielles Klonen verboten, nur Forschung ist erlaubt.

Medizinischer Nutzen und Artenschutz

Dolly ebnete den Weg für induzierte pluripotente Stammzellen (iPSCs), für die Shinya Yamanaka 2012 den Nobelpreis erhielt. Heute hilft Klonen etwa bei Xenotransplantationen genetisch veränderter Schweine sowie als Modell für Krankheiten wie Alzheimer. Im Artenschutz will Leibniz-Institut das nördliche Breitmaulnashorn retten, Colossal Biosciences sogar ein Mammut zurückbringen.

Ethik bleibt umstritten

Trotz Erfolgen ist Klonen ineffizient: Bei Hunden liegt die Erfolgsquote bei 2 Prozent. Viele Klone leiden an Fehlbildungen oder sterben früh. Tierethiker kritisieren die invasiven Eingriffe an Eizellenspenderinnen und Leihmüttern. Die ethischen Fragen von damals – verschiebt der Mensch Grenzen nur weil er technisch kann? – sind aktueller denn je.

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