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Wirtschaft 09.06.2026, 11:55 Aktualisiert: 09.06.2026, 23:01

Anthropic erhält Megakredit über 35 Milliarden Dollar

Anthropic erhält 35-Mrd-$-Kredit von Apollo und Blackstone.

Wichtige Fakten

  • Anthropic erhält 35-Mrd-$-Kredit von Apollo und Blackstone.
  • Kredit dient Chipkauf von Google; Zweckgesellschaft leaste sie.
  • OpenAI strebt ebenfalls Börsengang an; Kapitalbedarf über 100 Mrd. $.
  • Anthropic veröffentlicht KI-Modell Fable 5 nach Sicherheitsbedenken.
  • Fable 5 kostet doppelt so viel wie Vorgänger Opus 4.8.

Rekordkredit für Anthropic

Der KI-Entwickler Anthropic erhält einen historischen Kredit über 35 Milliarden Dollar von den US-Finanzinvestoren Apollo und Blackstone. Damit will das Unternehmen KI-Chips von der Alphabet-Tochter Google kaufen. Die interne Bezeichnung 'Big Sky' steht für eine der größten privaten Kreditvergaben aller Zeiten. Der Kredit ist in drei besicherte Tranchen aufgeteilt; eine Zweckgesellschaft von Apollo kauft die Chips und verleast sie an Anthropic, um Ausfallrisiken zu verteilen.

Börsenpläne und Kapitalhunger

Neben Anthropic strebt auch der ChatGPT-Entwickler OpenAI an die Börse. Der Gesamtkapitalbedarf beider Unternehmen wird auf über 100 Milliarden Dollar geschätzt. Grund sind die hohen Kosten für hochspezialisierte KI-Chips, Serverfarmen, Rechenzentren, Energie, Datenmengen und Fachpersonal. Die Branche investiert massiv, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Neues KI-Modell Fable 5

Anthropic hat das KI-Modell 'Fable 5' aus der 'Mythos'-Reihe veröffentlicht, das zuvor aus Sicherheitsgründen eingeschränkt war. Es kann Software debuggen, Fragen beantworten und Bilder analysieren. Eine uneingeschränkte Version steht Partnern des 'Project Glasswing' zur Verfügung. Die US-Regierung testet die Modelle und arbeitet mit Anthropic zusammen, während die Kosten pro Token das Doppelte des Vorgängers betragen.

Auswirkungen auf Märkte

An der Börse profitieren vor allem Ausrüster: Speicherhersteller und Netzwerkanbieter gelten als größte Engpässe in der Wertschöpfungskette. Software-Werte wie SAP geraten dagegen unter Druck. Der DAX erholt sich um 0,6 Prozent. Trotz hoher Verluste bleibt die Nachfrage nach KI-Rechenkapazitäten stark, und Experten erwarten einen anhaltenden Trend zu mehr Investitionen.

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