80 Jahre CARE-Pakete: Symbol der Hoffnung für Nachkriegsdeutschland
Wichtige Fakten
- • Am 15. Juli 1946 erreichte die 'American Ranger' Bremerhaven mit 36.000 CARE-Paketen.
- • Die Pakete enthielten Milchpulver, Erdnussbutter, Konservenfleisch, Kaffee und Schokolade.
- • Insgesamt wurden 10 Millionen CARE-Pakete in Deutschland verteilt.
- • Schenker waren US-Bürger, die für ihre früheren Feinde spendeten.
- • CARE engagiert sich heute in über 100 Ländern mit Nothilfe und Entwicklungshilfe.
Historischer Meilenstein
Am 15. Juli 1946 erreichte der Frachter „American Ranger“ Bremerhaven mit rund 36.000 CARE-Paketen an Bord - ein symbolträchtiger Moment für das hungernde Nachkriegsdeutschland. Die Pakete waren zunächst nicht erlaubt, doch ab 1946 durfte die Kooperative für amerikanische Hilfslieferungen (CARE) auch Deutschland beliefern. Jedes Paket wog knapp 20 Kilogramm und enthielt Milchpulver, Erdnussbutter, Konservenfleisch sowie Kaffee oder Schokolade. „Das war wie Ostern, Pfingsten und Weihnachten an einem Tag“, erinnert sich die 97-jährige Anita Stapel aus Berlin. Jahren nicht mehr.
Bewegende Spendenbereitschaft
Besonders bewegend war für viele die Tatsache, dass US-Amerikaner trotz eigener bescheidener Mittel für ihre ehemaligen Feinde spendeten. Innerhalb weniger Jahre wurden insgesamt zehn Millionen CARE-Pakete in Deutschland verteilt - ein Hoffnungsschimmer für Millionen Notleidende. selbst als wir noch Feinde waren ... Das hat mir gezeigt, dass Mitgefühl keine Grenzen kennt“, sagt Anita Stapel rückblickend.
Humanitäre Hilfe heute
Heute ist CARE in mehr als 100 Ländern aktiv, doch die Arbeit wird schwieriger. Hilfszahlungen gehen stark zurück, so dass sich CARE auf die dringendsten Fälle konzentrieren muss. Die Erinnerung an die historische Hilfe soll nun zeigen, wie wirksam und wichtig humanitäre Arbeit sein kann – ein Appell, auch in aktuellen Krisen nicht nachzulassen.
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