Abramovich klagt vor Menschenrechtsgericht gegen Jersey-Asset-Freeze
Wichtige Fakten
- • Roman Abramovich klagt vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EMRG).
- • Jersey hat 5,3 Milliarden Pfund seiner Vermögenswerte eingefroren.
- • Die 2,4 Milliarden Pfund aus dem Chelsea-Verkauf sind für Ukraine-Opfer bestimmt.
- • Abramovich wirft Jersey Verletzung des Rechts auf faires Verfahren und Privatsphäre vor.
- • Die britische Regierung möchte die Gelder ausschließlich für die Ukraine verwenden.
Klage vor Menschenrechtsgericht
Der russische Oligarch Roman Abramovich hat beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EMRG) Klage eingereicht. Er wirft den Behörden der Kanalinsel Jersey vor, mit ihrer Untersuchung und dem Einfrieren von 5,3 Milliarden Pfund seiner Vermögenswerte seine Menschenrechte verletzt zu haben. Die Ermittlungen, die seit Jahren ohne Anklage laufen, beträfen auch die 2,4 Milliarden Pfund aus dem Verkauf des FC Chelsea, die für die Opfer des Ukraine-Kriegs bestimmt sind, aber noch nicht freigegeben wurden.
Rechtsstreit um die Gelder
Abramovichs Anwälte bezeichnen das Vorgehen Jerseys als "unfair und missbräuchlich" und sehen das Recht auf ein faires Verfahren sowie auf Privatsphäre verletzt. Die britische Regierung, die offizielle Beklagte in dem Verfahren ist, drängt darauf, die Gelder ausschließlich für die Ukraine zu verwenden. Abramovich möchte hingegen mehr Flexibilität bei der Verwendung der für wohltätige Zwecke zugesagten Summe, was auch Gebiete einschließen könnte, die Russland annektiert hat.
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