Acht Stunden auf der M25 festgesteckt: Teenagerin berichtet von ihrem ersten Fahrerlebnis
Wichtige Fakten
- • Unfall bei Lakeside Shopping Centre führte zu 15-stündiger Sperrung.
- • 400 Meter Fahrbahn mussten nach Ölunfall saniert werden.
- • Temperaturen von 29°C erschwerten die Lage für die Gestrandeten.
- • Viele Autofahrer hatten kein Wasser oder Essen dabei.
- • National Highways kündigte Überprüfung des Vorfalls an.
Der Stau-Albtraum auf der M25
Ein mysteriöser Anschlag auf die M25 - eine Fahrspur Richtung Norden zwischen den Anschlussstellen 30/31. Nein, die Autobahn war mal wieder dicht. Ein Unfall bei Lakeside Shopping Centre in Thurrock (Essex) um 5:30 Uhr früh führte zu einer Sperrung, die nicht vor 20:40 Uhr aufgehoben wurde. Grund: Ein Ölteppich, der 400 Meter Fahrbahnbelag unbrauchbar machte. Die Sommersonne heizte die Scene noch zusätzlich ein.
Die ersten Eindrücke der Betroffenen
Beatrix (17), die direkt nach bestandener Fahrprüfung auf der M25 unterwegs war, landete in diesem Chaos. Ihre 20-minütige Fahrt zwischen Romford und einem Ziel in Thurrock wurde zur Odyssee. „Es war sehr beängstigend, denn ich hatte nie zuvor auf der M25 gefahren“, berichtet sie. Ihr Handy war tot, sie hatte keine Karte. Die meiste Zeit stand sie im Stau, die Spritze ihres Armaturenbretts heizte durch die Sonne (bis zu 29°C). Rosie Potter, eine Beamtin, brauchte neun Stunden für die Strecke von Lakeside nach Colchester (eigentlich 60 Minuten). Sie notierte, dass Autofahrer mit Babys kein Milchpulver mehr dabei hatten und völlig dehydriert waren. Sr. Potter dachte sogar, sie müsse die Nacht im Auto verbringen.
Warum es so lange dauerte
Nicht nur der Ölteppich verzögerte die Freigabe: Die trockene Luft ließ den Asphalt nicht abkühlen, die Polizei benötigte Zeit für die Unfallaufnahme. Das Drama wiederholt sich auf den intelligenten (hochmodernen?) Systemen der britischen Autobahnbetreiber nicht.
Hoffnung auf Besserung?
National Highways hat eine Untersuchung des Vorfalls angeordnet. Für die Betroffenen war es zu spät: Aber sie zeigten „Lane Discipline“ – oder hoffen auf bessere Planung. Fahrer auf dem ,nebenen‘ kann mal ihre Chance nutzen, den Traum von Echtzeit-Alternativrouten nicht nur im ADAC-Staumelder zu Erleben...
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