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Alte Kunst und neue Moral: Debatte um Umgang mit Werken
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#Kultur
Wim Wenders zog Film 'Falsche Bewegung' nach Kritik zurück.
Wichtige Fakten
- • Wim Wenders zog Film 'Falsche Bewegung' nach Kritik zurück.
- • Nastassja Kinski war 13 bei Dreh mit Nacktszene.
- • Udo Lindenbergs Song 'Nina' thematisiert Sexualisierung Minderjähriger.
- • Intimitätskoordinatorinnen schützen Schauspielende seit ca. sechs Jahren.
- • Kulturwissenschaftler plädiert für historische Originalversionen in Museen.
Debatte um alte Kunstwerke
Die Diskussion um Wim Wenders' Film "Falsche Bewegung" von 1975 hat eine grundsätzliche Frage neu entfacht: Wie umgehen mit alter Kunst, wenn sich moralische Maßstäbe ändern? Der Film zeigt die damals 13-jährige Nastassja Kinski mit nacktem Oberkörper. Nach anhaltender Kritik zog Wenders den Film zurück und will sich mit Kinski einigen. Intimitätskoordinatorin Barbara Rohm betont, dass solche Szenen vermeidbar seien, etwa durch Körperdoubles oder Filmschnitte.Udo Lindenbergs Lied 'Nina'
Auch Udo Lindenbergs Song "Nina" aus dem Jahr 1976 geriet in die Kritik. Er thematisiert die Zuneigung eines erwachsenen Mannes zu einem 14-jährigen Mädchen. Sängerin Mine fordert eine kritische Auseinandersetzung, ohne Künstler sofort zu "canceln". Es gehe darum, Fehlverhalten nicht zu normalisieren, sondern aufzuklären.Einordnung versus Veränderung
Kulturwissenschaftler Wolfgang Ullrich plädiert dafür, in Museen historische Originalversionen zu zeigen. Im öffentlichen Raum sollten hingegen die aktuellen Moralmaßstäbe gelten. Er begrüßt die Debatten als Zeichen einer lebendigen Gesellschaft.Das könnte Sie auch interessieren
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