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Politik 20.06.2026, 03:03 Aktualisiert: 20.06.2026, 12:01

Andy Burnham: Der Labour-Hoffnungsträger aus Manchester

Andy Burnham gewann den Wahlkreis Makerfield.

Wichtige Fakten

  • Andy Burnham gewann den Wahlkreis Makerfield.
  • Er war zuvor Bürgermeister von Manchester für acht Jahre.
  • Er bewarb sich bereits 2010 und 2015 um Parteivorsitz.
  • Burnham wuchs in einfachen Verhältnissen nahe Manchester auf.
  • Er gilt als möglicher Herausforderer Keir Starmers.

Werdegang und Wahlkampf

Andy Burnham, 56, hat bei der Nachwahl im Wahlkreis Makerfield einen klaren Sieg errungen. Er führte einen intensiven Haustürwahlkampf, um direkte Rückmeldungen der Wähler zu erhalten. Dabei hörte er viel Kritik an der Regierung Starmer, insbesondere zu steigenden Lebenshaltungskosten. Burnham selbst sagte nach seinem Sieg, er müsse etwas tun, um das Leben erschwinglicher zu machen. Er wuchs in einer Ortschaft neben seinem Wahlkreis auf, besuchte eine katholische Schule und arbeitete kurz als Journalist, bevor er wissenschaftlicher Mitarbeiter einer Labour-Abgeordneten wurde. Mit 31 zog er ins Unterhaus ein und wurde später Staatssekretär. Seine politische Karriere ist klassisch, dennoch gilt er nicht als Teil des Establishments.

Lebenslauf und politische Stationen

Burnham ist Familienvater mit drei Kindern. Auf die Frage nach seinen Prioritäten nennt er zuerst den Fußballverein Everton, dann Labour und die katholische Kirche. 2010 und 2015 scheiterte er bei Kämpfen um den Labour-Parteivorsitz. 2017 wurde er zum ersten Bürgermeister von Manchester gewählt und zweimal wiedergewählt. In dieser Zeit erlebte die Region wirtschaftlichen Aufschwung. Beobachter, wie Professor Jonathan Tonge, sehen darin ein Modell, das Burnham nun auf das ganze Land übertragen will. Allerdings kann Burnham die globale Wirtschaftslage nicht ändern: Ukraine-Krieg, schwaches G7-Wachstum und Brexit-Nachwehen sind Herausforderungen.

Hoffnungsträger gegen Rechtspopulismus

Burnhams Ausstrahlung unterscheidet sich stark von Keir Starmer, der trotz akzeptabler Bilanz die Kommunikation mit der Bevölkerung verloren hat. Viele in der Labour-Partei sehen in Burnham die letzte Hoffnung, um den erstarkenden Rechtspopulisten von Reform UK entgegenzutreten. Die nächsten regulären Wahlen sind erst 2029, aber Labour sorgt sich um Zustimmung. Burnham könnte Starmer als Parteivorsitzender und Premier herausfordern.

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