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Wirtschaft 05.03.2026, 06:50 Aktualisiert: 05.03.2026, 10:04

DAX dreht nach schwachem Start ins Plus - Naher Osten belastet Märkte weiter

Der DAX startete mit 0,7% Verlust, drehte dann auf plus 0,5% bei 24.341 Punkten.

Wichtige Fakten

  • Der DAX startete mit 0,7% Verlust, drehte dann auf plus 0,5% bei 24.341 Punkten.
  • Der Ölpreis steigt weiter aufgrund von Sorgen um Lieferengpässe durch die Straße von Hormus.
  • Der japanische Nikkei-Index legte 1,9% zu, Südkoreas Börse stieg um 14%.
  • Die Chipindustrie befürchtet Lieferkettenunterbrechungen und steigende Energiekosten durch den Konflikt.
  • DHL steigerte trotz sinkender Umsätze den operativen Gewinn um 3,7% auf 6,1 Milliarden Euro.

Marktentwicklung und geopolitischer Einfluss

Nach einem holprigen Start mit anfänglichen Verlusten von rund 0,7% drehte der DAX im Laufe des Handels und liegt aktuell knapp 0,5% im Plus bei 24.341 Punkten. Diese Erholung wird durch Hoffnungen auf eine Entspannung im Nahen Osten und starke Vorgaben aus Asien getrieben, doch Experten wie Jochen Stanzl von der Consorsbank warnen, dass die Unsicherheit durch den Irankrieg zu groß sei und die Erholung ein trügerischer Effekt innerhalb eines Bärenmarktes sein könnte. Die Fachleute der Helaba betonen, dass der Konflikt mit unverminderter Härte fortgesetzt wird und für enorme Volatilität an den Finanzmärkten sorgt.

Auswirkungen auf globale Märkte und Industrien

In Asien setzte sich die Erholung fort, mit dem japanischen Nikkei-Index, der um 1,9% auf 55.278 Punkte zulegte, und der südkoreanischen Börse, die ein Plus von 14% verzeichnete. Allerdings warnt Paco Chow von Moomoo, dass das geopolitische Risiko schnell wieder aufflammen könnte, sodass diese Gewinne möglicherweise nicht von Dauer sind. Die Chipindustrie, insbesondere in Südkorea, sorgt sich weiterhin um Lieferkettenunterbrechungen, steigende Energiekosten und mögliche Auswirkungen auf Pläne für KI-Rechenzentren, was die Nachfrage dämpfen könnte.

Rohstoffpreise und Unternehmensentwicklungen

Der Ölpreis legt weiter zu, getrieben von Sorgen über Lieferengpässe durch die Straße von Hormus, eine wichtige Transportader für etwa ein Fünftel der weltweiten Öl- und LNG-Versorgung. Gold profitiert von der geopolitischen Unsicherheit und stieg um 0,6% auf 5.170 Dollar je Feinunze. Im Unternehmensbereich federt DHL mit einem Sparprogramm die Folgen der US-Zollpolitik ab und konnte trotz sinkender Umsätze den operativen Gewinn um 3,7% auf 6,1 Milliarden Euro steigern, wobei die Aktionäre eine höhere Dividende erhalten sollen.

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