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Wirtschaft 31.08.2026, 14:43 Aktualisiert: 31.08.2026, 18:01

Apfelernte in Deutschland: Preise sinken trotz geringerer Ernte

Apfelernte 2026 voraussichtlich 18 Prozent unter Vorjahr.

Wichtige Fakten

  • Apfelernte 2026 voraussichtlich 18 Prozent unter Vorjahr.
  • Preis für Äpfel im August 10 Prozent unter Vorjahr.
  • Billigimporte und hohe Energiekosten belasten deutsche Obstbauern.
  • Apfelsaftkonzentrat-Lager in Europa wegen Polen-Missernte leer.
  • Aldi-Regale wegen Preisstreit mit Apfelsaftproduzenten teilweise leer.

Ernteprognose und Preise

Trotz Frost, Trockenheit und erwarteter Ernteeinbußen von rund 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr bleiben die Preise für Äpfel in Deutschland aktuell niedrig. Laut Agrarmarkt Informations-Gesellschaft zahlten Verbraucher in der dritten Augustwoche durchschnittlich 2,20 Euro pro Kilogramm – zehn Prozent weniger als im Vorjahr. Grund dafür sind die noch laufenden Vermarktung der Rekordernte 2025 und ein großes Angebot.

Sorgen der Obstbauern

Die preisliche Situation setzt die einheimische Produktion jedoch stark unter Druck. Obstbauer Nicklas Eckhoff aus dem Alten Land kritisiert Billigimporte aus der Türkei, Griechenland und Neuseeland, die oft nur halb so viel kosten. Hohe Energie- und Arbeitskosten machen die heimische Konkurrenz zusätzlich schwer. Auch die Auswirkungen des Klimawandels – spätfrost, Hitze und Wasserknappheit – belasten die Branche.

Apfelsaftmarkt angespannt

Ein weiteres Problem ist der Markt für Apfelsaft. Die Lager für Apfelsaftkonzentrat in Europa sind leer, verursacht durch eine Missernte von Mostobst in Polen. Diese wiederum ist die Folge großer Ernteschäden durch Extremwetter. Hinzu kommt eine Insolvenz des Großproduzenten STUTE, die zu Lieferengpässen bei Discountern wie Aldi führt. In manchen Filialen bleiben die Apfelsaftregale offenbar weitgehend leer.

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