Apple verklagt OpenAI wegen Geheimnisdiebstahls – Meta zieht umstrittene KI-Funktion zurück
Wichtige Fakten
- • Apple verklagt OpenAI wegen Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen.
- • Ex-Apple-Mitarbeiter Tang Tan und Chang Liu sollen vertrauliche Daten weitergegeben haben.
- • Meta stellt KI-Funktion Muse Image nach Privacy-Kritik ein.
- • SAG-AFTRA begrüßt die Entscheidung als verantwortungsvollen Schritt.
- • Training kann Menschen helfen, KI-generierte Gesichter besser zu erkennen.
Apple verklagt OpenAI wegen Geheimnisdiebstahls
Der US-Konzern Apple hat eine Klage gegen den ChatGPT-Macher OpenAI eingereicht. In der Klage wird OpenAI beschuldigt, ehemalige Apple-Mitarbeiter zum Diebstahl von Firmengeheimnissen angestiftet zu haben. Zu den Beklagten zählen der frühere Apple-Ingenieur Tang Tan, der heute Hardware-Chef bei OpenAI ist und zuvor das iPhone-Design sowie die Apple Watch verantwortete, sowie der Ex-Elektroingenieur Chang Liu, den Apple mit sensiblen Produktentwicklungsprojekten betraut hatte. Die beiden sollen interne Dateien heruntergeladen und Lieferantendaten entwendet haben. OpenAI bestreitet die Vorwürfe und betont laut Bloomberg keine Interesse an Geheimnissen anderer Unternehmen zu haben. Das Unternehmen arbeitet eigenen Angaben zufolge an einem KI-Gerät, das zur Konkurrenz von Apple werden könnte. Die Klage wurde am 11. Juli 2026 bekannt.
Meta stellt KI-Funktion Muse Image nach Datenschutz-Protesten ein
Meta hat seine erst am Dienstag eingeführte image-Generierungs-Funktion Muse Image bereits wieder eingestellt. Die Funktion erlaubte es Nutzern des Meta AI Chatbots, öffentliche Instagram-Inhalte ohne explizite Zustimmung der Kontoinhaber für KI-generierte Bilder zu nutzen, wobei die Option standardmäßig aktiviert war. Dies löste massive Kritik aus, unter anderem von der Schauspielgewerkschaft SAG-AFTRA und Prominenten wie Emmy-Preisträgerin Hannah Einbinder. Meta räumte ein, dass die Funktion danebengegriffen habe und zog sie zurück. Die Bürgerrechtsorganisation Privacy International kritisierte den Vorgang als Beispiel für die Ausbeutung von Nutzerdaten durch KI-Firmen. Die wohl wichtigste Entwicklung dieser Woche ist jedoch die zunehmende Fähigkeit von Verbrauchern, KI-generierte Inhalte zu erkennen: Eine neue Studie zeigt, dass Training die Erkennungsrate von KI-Gesichtern von 40 auf 80 Prozent steigern kann.
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