Arkansas: Mordanklage und Sheriff-Nominierung – Ein Fall von Selbstjustiz oder Notwehr?
Wichtige Fakten
- • Aaron Spencer gewann republikanische Sheriff-Nominierung in Lonoke County, Arkansas.
- • Er tötete Michael Fosler, den mutmaßlichen Missbraucher seiner 13-jährigen Tochter.
- • Spencer argumentiert mit Notwehr, die Staatsanwaltschaft mit geplanter Tötung.
- • Der Mordprozess wurde verschoben, ein neuer Termin steht noch nicht fest.
- • Im November tritt Spencer gegen den Demokraten Brian Mitchell Sr. an.
Sheriff-Kandidat unter Mordanklage
Aaron Spencer hat in Arkansas die republikanische Nominierung für das Amt des Sheriffs im Lonoke County gewonnen, während er auf seinen Mordprozess wartet. Spencer erschoss im Oktober 2024 Michael Fosler, der wegen sexueller Straftaten an Spencers damals 13-jähriger Tochter angeklagt war und auf Kaution frei war. Nach inoffiziellen Ergebnissen erhielt Spencer über 53% der Stimmen und besiegte Amtsinhaber John Staley, dessen Behörde ihn 2024 verhaftet hatte.
Kontroverse um Notwehr oder Vorsatz
Spencer und seine Anwälte bestreiten nicht die Tötung, betonen aber, er habe im Rahmen des Gesetzes gehandelt, um sein Kind zu schützen. Die Staatsanwaltschaft argumentiert dagegen, Spencer habe die Tat geplant und hätte während der Verfolgung Foslers die Polizei rufen können. Der Prozess, ursprünglich für Januar angesetzt, wurde verschoben, nachdem der zuständige Richter abberufen wurde; ein neuer Termin steht noch aus.
Politische Botschaft und Ausblick
Spencer führte seinen Wahlerfolg auf sein Versprechen von Transparenz und Rechenschaftspflicht zurück und kündigte an, bei einer Wahl ein spezielles Team gegen Sexualverbrechen an Kindern einrichten zu wollen. Im November tritt er im stark republikanischen County gegen den Demokraten Brian Mitchell Sr. an, kann das Amt aber nur antreten, wenn er nicht verurteilt wird.
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