Ölkrise durch Iran-Krieg belastet Asien weiter – neue Angriffe verschärfen Krise
Wichtige Fakten
- • Ein US-Bombardement zerstörte die größte Brücke im Iran, wobei acht Menschen starben und 95 verletzt wurden.
- • Über 100 Völkerrechtsexperten verurteilen Verstöße des US-Israelschen Angriffs als Bruch der UN-Charta.
- • US-Präsident Trump droht mit weiteren Angriffen auf Brücken und Kraftwerke, falls Iran nicht kapituliert.
- • In Kuwait brannte eine Ölraffinerie, und eine Wasserentsalzungsanlage wurde beschädigt, was die Infrastruktur trifft.
- • Die Ölkrise erhöht die Treibstoffkosten in Asien, mit Gewinneinbußen bis 20% für Straßenhändler.
Krieg im Iran eskaliert mit neuen Angriffen
Die USA haben in der Nacht massive Angriffe auf den Iran geflogen und dabei die größte Brücke des Landes, die B1-Brücke in Karadsch, zum Einsturz gebracht, wobei nach iranischen Medienberichten acht Menschen getötet und 95 verletzt wurden. US-Präsident Donald Trump drohte auf seiner Plattform "Truth Social" mit weiteren Zerstörungen von Brücken und Kraftwerken, falls die iranische Führung nicht kapituliert. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi verurteilte die Angriffe auf zivile Bauwerke als Zeichen der "Niederlage und moralischen Bankrott" des Feindes. Gleichzeitig meldete Kuwait schwere Schäden an einer Ölraffinerie und einer Wasserentsalzungsanlage durch Bombardements, was die Infrastruktur in der Region weiter belastet.
Internationale Kritik an Verstößen gegen Völkerrecht
Mehr als 100 Völkerrechtsexperten haben in einem offenen Brief ihre "tiefe Besorgnis" über schwere Verstöße gegen das Völkerrecht durch die USA, Israel und den Iran im Nahost-Krieg geäußert. Sie kritisieren den US-israelischen Angriff auf den Iran als klaren Bruch der UN-Charta, die den Einsatz von Gewalt außerhalb von Selbstverteidigung oder UN-Sicherheitsratsmandaten verbietet, und verweisen auf "alarmierende Rhetorik" von Amtsträgern, einschließlich Trumps Drohungen, iranische Kraftwerke zu "vernichten". Der UN-Humanitärchef Tom Fletcher beschrieb den Krieg als "rücksichtslos" und betonte, dass internationale Gesetze zwar klar seien, aber die Durchsetzung ein Problem darstelle.
Ölkrise in Asien verschärft sich weiter
Die durch den Iran-Krieg ausgelöste Ölkrise belastet weiterhin ganz Asien, wobei steigende Treibstoffpreise zu erheblichen finanziellen Härten führen. In Neuseeland verzeichnet ein Milchbauer monatliche Mehrkosten von über 1.200 NZD für Diesel, während in Vanuatu Busfahrer bei höheren Spritkosten nur noch 70 AUD täglich verdienen könnten. Südkorea hat Fahrbeschränkungen für öffentliche Bedienstete eingeführt und eine Energiesparkampagne mit kürzeren Duschen gestartet. In Thailand kämpfen Straßenhändler mit Gewinneinbußen von bis zu 20% aufgrund von Lieferengpässen und höheren Kosten, und in Japan fürchten traditionelle Badehäuser Schließungen durch explodierende Heizkosten.
Soziale Auswirkungen und Fluchtbewegungen
Die Krise trifft besonders hart arbeitende Menschen, wie einen indischen Amazon-Mitarbeiter, der sich nur noch eine Mahlzeit am Tag leisten kann und über eine Rückkehr in seine Heimat nachdenkt. Am Kapıköy-Grenzübergang zwischen Iran und der Türkei berichten Menschen von Bombardierungen und wirtschaftlichen Einbrüchen, während laut UNHCR zwischen dem 3. und 30. März etwa 64.000 Iraner in die Türkei kamen und über 48.000 zurückkehrten. Viele fliehen vor nächtlichen Angriffen, die militärische Ziele und Wohngebiete treffen, was die humanitäre Lage verschärft.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.