Aufruf gegen digitale sexualisierte Gewalt: Über 250 Frauen fordern härtere Regeln
Wichtige Fakten
- • Über 250 Frauen fordern Strafen für nicht-einvernehmliche sexualisierte Deepfakes.
- • Ein Verbot von Nudify-Apps wird gefordert, um gefälschte Sexbilder zu verhindern.
- • Internetplattformen sollen verpflichtet werden, sexualisierte Deepfakes schnell zu entfernen.
- • Die "Ja heißt Ja"-Regelung im Sexualstrafrecht soll verankert werden.
- • Eine nationale Strategie zur Bekämpfung männlicher Gewalt mit klaren Zielen wird angestrebt.
Über 250 Frauen fordern schärfere Regeln
Mehr als 250 bekannte Frauen aus Politik, Wirtschaft und Kultur, darunter die Grünen-Politikerin Ricarda Lang, haben die Bundesregierung aufgefordert, das Thema digitale sexualisierte Gewalt anzugehen. In einem Zehn-Punkte-Papier fordern sie unter anderem, die Erstellung und Verbreitung nicht-einvernehmlicher sexualisierter Deepfakes unter Strafe zu stellen und Nudify-Apps zu verbieten.
Forderungen für besseren Schutz
Die Initiatorinnen sprechen sich für eine Verpflichtung von Internetplattformen aus, sexualisierte Deepfakes schnell zu entfernen, und fordern klare Rechtsansprüche für Betroffene auf Löschung, Auskunft und Identifizierung der Täter. Zudem soll die "Ja heißt Ja"-Regelung im Sexualstrafrecht verankert werden, die jede sexuelle Handlung ohne ausdrückliche Einwilligung strafbar macht.
Hintergrund und weitere Maßnahmen
Hintergrund der Forderungen sind Vorwürfe der Moderatorin Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann, Christian Ulmen, der beschuldigt wird, Deepfake-Pornos verbreitet zu haben. Die Frauen fordern auch eine nationale Strategie zur Bekämpfung männlicher Gewalt mit einer zentralen Koordinierungsstelle und dauerhafter Finanzierung, um die Rechte von Opfern zu stärken.
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