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Politik 17.08.2026, 07:48 Aktualisiert: 17.08.2026, 12:01

Australiens politischer Wandel: Pauline Hansons One Nation führt Umfragen an

One Nation führt Umfragen erstmals an, zwei Prozentpunkte vor Labour.

Wichtige Fakten

  • One Nation führt Umfragen erstmals an, zwei Prozentpunkte vor Labour.
  • Hanson nutzt seit 30 Jahren migrationsfeindliche Rhetorik als Markenzeichen.
  • Lebenskosten- und Wohnungskrise treiben Populismus in die Höhe.
  • Liberal Party in Identitätskrise, Vakuum rechts der Mitte.
  • One Nation gewinnt ersten Sitz im Repräsentantenhaus im Mai.

One Nation im Aufwind

Die rechtspopulistische One Nation Party unter Pauline Hanson führt erstmals in den Umfragen und liegt zwei Prozentpunkte vor der regierenden Labour Party. Hanson, die seit 30 Jahren mit migrationsfeindlicher Rhetorik agiert, kann mit einer Mischung aus einfachen Lösungen und ihrer Rolle als politische Außenseiterin punkten. Ihr Aufstieg wird inmitten steigender Lebenshaltungskosten und einer schweren Wohnungskrise beobachtet, die viele Australier verunsichern.

Gründe für die Erfolge

Politikwissenschaftler machen das Versagen der etablierten Parteien verantwortlich, die sich zu wenig mit den Problemen der Bürger auseinandersetzen. Die Liberal Party, die traditionell das konservative Lager repräsentiert, befindet sich laut Beobachtern in einer Identitätskrise und hat ein politisches Vakuum hinterlassen, das die Populisten füllen. Fruit von Extreminflation und Lohnstagnation profitierend, verspricht One Nation weniger Einwanderung und einfache Massnahmen – und trifft damit den Nerv vieler Wähler.

Hanns On politische Rolle

Pauline Hanson, erfolgreiche Fisch-und-Chips-Besitzerin aus Queensland, inszeniert sich als Anwältin der 'kleinen Leute', obwohl sie von der Milliardärin und Trump-Unterstützerin Gina Rinehart unterstützt wird. Mit ihrem ersten Sitz im Repräsentantenhaus experimentiert hat der Partei im Mai einen Meilenstein erreicht. Nun liegt es an den etablierten Kräften, die Einflussverluste zu stoppen und eine antidemokratische Verständigung zu finden, wie ehemalige Amtsträger appellieren.

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