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Politik 01.07.2026, 06:22 Aktualisiert: 01.07.2026, 10:05

Australien: Kreative warnen vor Aufweichung des Urheberrechts zugunsten von KI-Firmen

Ein Branchenvorschlag gewährt KI-Firmen Ausnahmen zur Nutzung kreativer Inhalte.

Wichtige Fakten

  • Ein Branchenvorschlag gewährt KI-Firmen Ausnahmen zur Nutzung kreativer Inhalte.
  • Im Gegenzug versprechen die Firmen 50 Mrd. Dollar Investitionen und einen 350-Mio.-Fonds.
  • Senator Pocock nannte den Deal den „ultimativen dreckigen Deal“.
  • Die Regierung betont, keine Pläne zur Schwächung des Urheberrechts zu haben.
  • Die ehemalige Industrieministerin Husic wurde durch einen delegierten Minister ersetzt.

Hintergrund des Streits um KI und Urheberrecht

In Australien sorgt ein möglicher Deal zwischen der Regierung und Technologieunternehmen für Empörung unter Kreativen. Einem Branchenvorschlag zufolge sollen KI-Firmen Sondergenehmigungen erhalten, um kreative Inhalte ohne bestehende Urheberrechte zu nutzen. Im Gegenzug verpflichten sich die Unternehmen zu Investitionen von über 50 Milliarden Dollar in Rechenzentren sowie zur Einrichtung eines 350-Millionen-Dollar-Fonds zur Entschädigung von Künstlern.

Reaktionen der Kreativen und der Politik

Unabhängiger Senator David Pocock bezeichnete den Vorschlag als „ultimativen dreckigen Deal“ und forderte die Regierung auf, kategorisch auszuschließen, Urheberrechte für KI zu schwächen. Gegenüber dem Guardian gab die Regierung an, keine Pläne zur Abschwächung des Urheberrechts zu haben. Dennoch warnen Musiker und Autoren wie Paul Dempsey und Anna Funder vor der Preisgabe ihrer Werke. Die Debatte offenbart Spaltungen innerhalb der Regierung, nachdem die frühere Industrieministerin Ed Husic, die auf strengere KI-Regeln drängte, durch den weniger restriktiven Tim Ayres ersetzt wurde.

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