Australien verlangt von Tech-Riesen Zahlungen für Nachrichteninhalte
Wichtige Fakten
- • Australien plant 2,25%-Abgabe auf Tech-Einnahmen ohne Mediendeals.
- • Betroffen sind Google, Meta und TikTok mit über 250 Mio. $ Umsatz.
- • Der Plan soll bis zu 250 Mio. $ jährlich für Journalismus einbringen.
- • Google und Meta lehnen die Reform ab, KI-Plattformen bleiben ausgenommen.
Australiens neue Nachrichtenabgabe für Tech-Giganten
Die australische Regierung unter Premierminister Anthony Albanese hat einen Gesetzesentwurf vorgestellt, der Google, Meta und TikTok zu Zahlungen an Medienunternehmen zwingen soll. Falls die Plattformen keine freiwilligen Deals mit Verlagen schließen, droht eine Abgabe von 2,25 % auf ihre lokalen Einnahmen. Ziel ist es, bis zu 250 Millionen australische Dollar jährlich für den Journalismus zu generieren.Der Plan ersetzt den bisherigen Medienverhaltenskodex, der laut Regierung nicht mehr wirksam ist, nachdem Meta 2022 bestehende Zahlungen eingestellt hatte.
Reaktionen & Ausnahmen
Google und Meta kritisierten den Vorstoß scharf. Ein Google-Sprecher wies auf bestehende Kooperationen mit 90 Nachrichtenunternehmen hin und bemängelte die Ausnahme von KI-Plattformen wie OpenAI. Meta nannte die Abgabe eine „ungerechtfertigte Transferzahlung“. TikTok äußerte sich zunächst nicht. Der Plan betrifft Plattformen mit über 250 Millionen Dollar Jahresumsatz in Australien und mindestens 5 Millionen (soziale Medien) bzw. 10 Millionen (Suchmaschinen) Nutzern. Laut Kommunikationsministerin Anika Wells sei es nur fair, dass digitale Plattformen für die Inhalte zahlen, die sie verwerten.
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