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Klima 04.05.2026, 05:31

Australiens Kohleminen stoßen mehr als doppelt so viel Methan aus wie offiziell angegeben

Etwa 35% der Methanemissionen stammen aus fossilen Brennstoffen.

Wichtige Fakten

  • Etwa 35% der Methanemissionen stammen aus fossilen Brennstoffen.
  • offizielle Daten: 25 Mio. Tonnen CO2-Äquivalent unterschätzt.
  • Regierung bildete 2024 ein Expertengremium zur Messung von Methan.
  • Queensland-Bergwerk: Emissionen 3-8x über offiziellen Angaben.

IEA-Bericht zeigt höhere Methanemissionen

Ein neuer Bericht der Internationalen Energieagentur (IEA) zeigt, dass Methanemissionen aus australischen Kohleminen nach Satellitendaten mehr als doppelt so hoch sind wie offiziell gemeldet. Laut IEA betrugen die Emissionen 2025 rund 1,7 Millionen Tonnen, während die Regierung nur 0,82 Millionen Tonnen ausweist. Dies entspricht einer Differenz von 25 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalent.

Gründe für die Lücke

Die IEA nutzt Satellitenbeobachtungen, die von der Regierung nicht verwendet werden. Studien zeigen, dass allein ein Bergwerk in Queensland drei- bis achtmal mehr Methan ausstößt als angegeben. Laut der Analystin Sabina Assan von der Denkfabrik Ember fehlt es an einem politischen Umdenken, obwohl Methan für etwa 30 % der globalen Erwärmung seit der Industrialisierung verantwortlich ist.

Experten fordern dringende Maßnahmen

Klimaexperten weisen darauf hin, dass Methan das 80-fache Treibhauspotenzial von CO₂ in 20 Jahren hat und innerhalb eines Jahrzehnts in der Atmosphäre abgebaut wird. Eine schnelle Reduzierung könnte daher große positive Effekte auf das Klima haben. Australien steht als einer der größten Kohleexporteure in der Pflicht, die tatsächlichen Emissionen zu erfassen und zu verringern.

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