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International 20.04.2026, 15:00 Aktualisiert: 20.04.2026, 19:16

Australische Behörde lässt Hunderte Schildkröten in Feuchtgebieten sterben

Water NSW stoppte im März Wasserzuflüsse zu den Gwydir-Feuchtgebieten in New South Wales.

Wichtige Fakten

  • Water NSW stoppte im März Wasserzuflüsse zu den Gwydir-Feuchtgebieten in New South Wales.
  • Hunderte Schildkröten, Wasservögel und Frösche starben durch das Austrocknen des Gingham-Wasserlaufs.
  • Forscher der University of New England retteten Schildkröten aus dem Schlamm, 39 sind im Zoo untergebracht.
  • Ein Landbesitzer verhinderte die Freigabe von Wasser aus dem Copeton-Damm wegen Überflutungsängsten.
  • Das Feuchtgebiet beherbergt drei Schildkrötenarten und vier Ramsar-geschützte Gebiete.

Umweltkatastrophe durch Wassermanagement

In New South Wales, Australien, hat die staatliche Behörde Water NSW im März die Wasserzuflüsse zu den Gwydir-Feuchtgebieten gestoppt, was zum Austrocknen des Gingham-Wasserlaufs führte und Hunderte Schildkröten, Wasservögel und Frösche sterben ließ. Forscher der University of New England mussten Schildkröten aus dem Schlamm retten, 39 Tiere wurden vorübergehend im Taronga Western Plains Zoo untergebracht.

Bürokratisches Versagen und Interessenkonflikte

Der Flussökologe Prof. Richard Kingsford kritisierte die Entscheidung als "appalling" (entsetzlich) und nannte es einen "klassischen bürokratischen Wirrwarr". Grund für den Stopp war die Sorge eines Landbesitzers vor Überflutung seines Privatlandes, der die Freigabe von Wasser aus dem Copeton-Damm blockierte. Die Feuchtgebiete beherbergen vier Ramsar-geschützte Standorte und drei Schildkrötenarten, darunter die Breitrandschildkröte und die Murray-Flussschildkröte.

Kulturelle und ökologische Folgen

Traditionelle Kamilaroi-Eigentümer wie Polly Cutmore äußerten sich bestürzt über die Auswirkungen auf die Tierwelt und die kulturelle Verbindung zum Land. Die NSW-Wasserministerin Rose Jackson kündigte an, die Wasserlieferungen so schnell wie möglich wieder aufzunehmen, während Forscher vor langfristigen Schäden für das Ökosystem warnen.

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