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International 16.02.2026, 14:48 Aktualisiert: 16.02.2026, 18:11

Australische Frauen und Kinder in syrischem Lager: Rückholversuch gescheitert

34 australische Frauen und Kinder sind Angehörige von toten oder inhaftierten IS-Kämpfern.

Wichtige Fakten

  • 34 australische Frauen und Kinder sind Angehörige von toten oder inhaftierten IS-Kämpfern.
  • Sie wurden nach fehlgeschlagener Rückführung ins al-Roj-Lager in Nordsyrien zurückgeschickt.
  • Die australische Regierung lehnt eine aktive Repatriierung der Gruppe ab.
  • Im al-Roj-Lager herrschen laut Menschenrechtsgruppen lebensbedrohliche Bedingungen.
  • Die USA und Kurden fordern seit Jahren die Rückführung ausländischer Lagerinsassen.

Fehlgeschlagene Rückführung

Eine Gruppe von 34 australischen Frauen und Kindern, die als Angehörige von toten oder inhaftierten IS-Kämpfern im al-Roj-Lager in Nordsyrien festgehalten wurden, musste nach einem gescheiterten Rückholversuch ins Lager zurückkehren. Laut einem Lagervertreter scheiterte die geplante Ausreise über Damaskus an "schlechter Koordination" zwischen ihren Verwandten und der syrischen Regierung. Die australische Regierung war an der Aktion nicht beteiligt und lehnt eine aktive Repatriierung der Gruppe weiterhin ab.

Lage im Lager

Die meisten der Australierinnen und Kinder sind seit 2019 im Lager, einige Kinder wurden dort geboren. Menschenrechtsorganisationen wie Human Rights Watch beschreiben die Bedingungen im al-Roj-Lager als "unmenschlich, erniedrigend und lebensbedrohlich". Es gibt regelmäßige Ausbrüche von Krankheiten wie Dysenterie und Influenza, und das Lager ist Ziel von IS-Incursionen. Die USA bezeichnen solche Lager als "Brutstätten für Radikalisierung".

Internationaler Kontext

Seit der Übernahme von Lagern durch die syrische Regierung in Damaskus hat sich die Repatriierung ausländischer IS-Angehöriger beschleunigt, allerdings unter undurchsichtigen Umständen. Die kurdisch geführten Syrian Democratic Forces (SDF) und ihre internationalen Partner, darunter die USA, drängen seit Jahren auf die Rückführung, um eine Wiederbelebung des IS zu verhindern. Australien hat bisher nur zwei begrenzte Repatriierungsmissionen durchgeführt und betont, dass Rückkehrer mit strafrechtlicher Verfolgung rechnen müssen.

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