Australischer Verbraucherschutz verklagt Woolworths wegen irreführender Rabatte
Wichtige Fakten
- • Die ACCC klagt Woolworths wegen irreführender 'Prices Dropped'-Aktionen bei über 266 Produkten.
- • Untersucht werden 12 Produkte, darunter Tim Tams, Babyreis und Apfelessig.
- • Woolworths bestreitet die Vorwürfe und verweist auf Inflation und Lieferantenkosten.
- • Ein ähnlicher Fall gegen Coles ist noch nicht entschieden.
Gerichtsverfahren gegen Woolworths
Die australische Wettbewerbs- und Verbraucherkommission (ACCC) hat Klage gegen den Supermarktriesen Woolworths eingereicht, weil dieser Kunden mit irreführenden Rabattaktionen getäuscht haben soll. Laut ACCC wurden zwischen September 2021 und Mai 2023 die Preise von mindestens 266 Produkten vorübergehend erhöht, um sie dann als 'Prices Dropped'-Angebote zu bewerben, oft zu gleichen oder höheren Preisen als zuvor. Der Fall konzentriert sich nun auf 12 Alltagsprodukte wie Tim Tams, Babyreis und Apfelessig, die in den kommenden zwei Wochen vor Gericht geprüft werden.
Hintergrund und Verteidigung
Die Klage erfolgt in einer Zeit hoher Inflation und Verbrauchersorgen über Lebenshaltungskosten, wobei Woolworths die Vorwürfe entschieden zurückweist. Das Unternehmen argumentiert, dass seine 'Prices Dropped'-Programme echte Rabatte waren, um Kunden in der Inflationsphase Entlastung zu bieten, und dass Lieferantenkosten durch externe Faktoren wie den US-Israel-Krieg gegen Iran gestiegen sind. Ein ähnlicher Fall gegen Coles ist noch anhängig, wobei Coles einräumte, Preise vor Rabattaktionen geplant zu haben, aber keine Täuschung zugab.
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