Barcelona verschärft Kampf gegen Kreuzfahrttourismus
Wichtige Fakten
- • Barcelona will nur noch Schiffe mit Start- oder Zielhafen zulassen.
- • Kurtaxe soll ab 2027 von vier auf acht Euro steigen.
- • Kreuzfahrtschiffe stoßen doppelt so viel Schadstoffe aus wie Stadt Sabadell.
- • Pro Tag sind maximal 31.000 Kreuzfahrtpassagiere erlaubt.
Verschärfung der Regeln
Barcelona verschärft den Kampf gegen den Kreuzfahrttourismus. Bürgermeister Jaume Collboni kündigte an, dass künftig nur noch Schiffe an den sieben Terminals anlegen dürfen, die Barcelona als Start- oder Zielhafen haben. Das Ziel sei es, die Zahl der Kreuzfahrtschiffe, die nur Zwischenstation machen, auf Null zu reduzieren. Zudem soll die Kurtaxe von vier auf acht Euro pro Tag erhöht werden.
Hintergrund und Kritik
Knapp 850 Kreuzfahrtschiffe steuerten Barcelona im letzten Jahr an. Laut Schätzungen stoßen sie doppelt so viel Schadstoffe aus wie die 220.000-Einwohner-Stadt Sabadell. Bürgerinitiativen wie Zeroport fordern ein Ende der Kreuzfahrt. Allerdings kritisieren sie die neuen Maßnahmen als unzureichend und vorgeblich. Das Hafenkonsortium Port de Barcelona betont, dass Kreuzfahrttouristen nur fünf Prozent der Besucher ausmachen, aber doppelt so viele Einnahmen bringen. Der Einzelhandel klagt über Umsatzeinbußen von 60 Prozent an Tagen ohne Kreuzfahrtschiffe. Im Frühsommer sind erneute Proteste geplant.
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