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Wirtschaft 17.06.2026, 17:06

Bargeldlos erstmals vorne: Bundesbank-Studie belegt Trendwende

Erstmals wurden 55% aller Zahlungen bargeldlos getätigt.

Wichtige Fakten

  • Erstmals wurden 55% aller Zahlungen bargeldlos getätigt.
  • Bargeldanteil sank von 51% (2023) auf 45% (2025).
  • 80% der Befragten wünschen sich, weiterhin bar zahlen zu können.
  • Zahl der Geldautomaten sank von 57.000 (2020) auf unter 50.000.
  • Digitaler Euro wird noch Jahre benötigen.

Studie zum Zahlungsverhalten: Trend zum Bargeldlosen

Erstmals haben Verbraucher in Deutschland im vergangenen Jahr häufiger bargeldlos als mit Bargeld bezahlt. Laut einer aktuellen Bundesbank-Studie entfielen 55 Prozent aller Zahlungen auf bargeldlose Methoden wie Debitkarte, Smartphone oder Smartwatch, während Bargeld nur noch bei 45 Prozent der Transaktionen zum Einsatz kam. Der Rückgang des Bargeldanteils setzt sich damit seit Jahren fort: 2023 lag er noch bei 51 Prozent.

Beliebteste Zahlungsmittel und Akzeptanz

Die Debitkarte, insbesondere die Girokarte, spielt dabei die größte Rolle. Auch das Bezahlen mit Smartphone und Smartwatch wird immer beliebter, online dominiert PayPal. Obwohl das bargeldlose Bezahlen den Angaben zufolge erstmals überwiegt, bleibt Bargeld bei separater Betrachtung aller Zahlungsarten das am häufigsten genutzte Einzelzahlungsmittel. 80 Prozent der Befragten wünschen sich, weiterhin bar zahlen zu können. Die Bundesbank sieht es daher als zentrales Anliegen, Bargeld als inklusives Zahlungsmittel zu erhalten.

Allerdings wird die Bargeldversorgung zunehmend schwieriger: Die Zahl der Geldautomaten sank von rund 57.000 im Jahr 2020 auf unter 50.000. Gleichzeitig dominieren außereuropäische Anbieter wie Apple, Visa oder PayPal den Markt. Aus diesem Grund unterstützt die Bundesbank europäische Alternativen wie die App Wero, die bereits acht Millionen Nutzer verzeichnet, sowie den geplanten digitalen Euro. Dessen Einführung wird aber noch Jahre dauern.

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