Belarussische Bürgerrechtlerin Maria Kalesnikava erhält Karlspreis persönlich überreicht
Wichtige Fakten
- • Maria Kalesnikava erhielt den Karlspreis 2022 persönlich in Aachen nach ihrer Haftentlassung.
- • Sie wurde 2021 zu elf Jahren Haft verurteilt und im Dezember 2025 freigelassen.
- • Über 1.000 politische Gefangene sind weiterhin in Belarus inhaftiert.
- • Die Preisverleihung 2022 wurde von ihrer Schwester Tatsiana Khomich stellvertretend entgegengenommen.
- • Annalena Baerbock bezeichnete die Preisträgerinnen als die 'mutigsten Frauen Europas'.
Preisverleihung nach Haftentlassung
Die belarussische Bürgerrechtlerin Maria Kalesnikava hat am 13. März 2026 in Aachen den Karlspreis 2022 persönlich entgegengenommen, nachdem sie im Dezember 2025 aus politischer Haft in Belarus freigekommen war. Die ursprüngliche Verleihung im Mai 2022 wurde von ihrer Schwester Tatsiana Khomich stellvertretend vorgenommen, da Kalesnikava zu dieser Zeit inhaftiert war.
Hintergrund der Ehrung
Kalesnikava wurde 2021 als Anführerin des Widerstands gegen Diktator Alexander Lukaschenko festgenommen und zu elf Jahren Haft verurteilt, wo sie unter Isolation und gesundheitlichen Problemen litt. Der Karlspreis wurde ihr, Swetlana Tichanowskaja und Veronica Tsepkalo für ihren Einsatz für Freiheit und Demokratie in Belarus verliehen, wobei die damalige Außenministerin Annalena Baerbock sie als 'mutigste Frauen Europas' bezeichnete.
Aktuelle Lage in Belarus
In ihrer Rede in Aachen erinnerte Kalesnikava an die über 1.000 politischen Gefangenen, die weiterhin in Belarus inhaftiert sind. Die Veranstaltung diente als Zeichen der Solidarität und betonte, dass die Demokratiebewegung trotz des russischen Angriffskriegs in der Ukraine nicht vergessen ist.
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