Bildungsminister beschließen Leitlinien zur Stärkung der Medienkompetenz
Wichtige Fakten
- • Erstmals gemeinsame Leitlinien zur Stärkung der Medienkompetenz beschlossen.
- • Fokus auf Umgang mit Fakenews, Cybermobbing, Datenschutz und Deepfakes.
- • Thema Social Media soll in Lehrplänen ausreichend berücksichtigt werden.
- • Bundesbildungsministerin Prien verteidigt Schulpflicht gegen Aufweichungsversuche.
- • Expertenkommission erarbeitet Empfehlungen zu Altersgrenzen, Vorstellung 24. Juni.
Leitlinien für mehr Medienkompetenz
Die Bildungsministerkonferenz (KMK) hat erstmals gemeinsame Leitlinien zur Stärkung der Medienkompetenz von Schülerinnen und Schülern beschlossen. Ziel ist es, junge Menschen im Umgang mit Sozialen Medien wie Instagram, TikTok oder KI zu stärken. Die Leitlinien umfassen Maßnahmen gegen Fakenews, Cybermobbing, Datenschutzverstöße und Deepfakes. Der Fokus liegt auf digitaler Resilienz und Schutz vor exzessiver Social-Media-Nutzung.
Umsetzung und Beteiligung
Die Länder sollen das Thema Social Media ausreichend in den Lehrplänen verankern. Schülerinnen und Schüler sollen selbstregulierende Kompetenzen entwickeln. Schulen und Elternhaus sollen enger zusammenarbeiten, betonten die Ministerinnen Anna Stolz (Freie Wähler), Christine Streichert-Clivot (SPD) und Dorothee Feller (CDU). Bund und Länder streben einen Dreiklang aus Sensibilisieren, Stärken und Schützen an.
Debatte um Altersgrenzen
Parallel wird in Deutschland über Altersgrenzen für Social Media diskutiert. Eine Expertenkommission unter Leitung von Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) wird am 24. Juni knapp 50 Empfehlungen vorlegen, die sich auch an Eltern, Kitas und Ärzte richten. Prien warnte zudem vor einer Aufweichung der Schulpflicht, wie sie von der AfD in Sachsen-Anhalt gefordert wird.
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