Blaue-Punkte-Fieber: Konzertabsagen in den USA nehmen zu
Wichtige Fakten
- • Live-Nation-Chef dementiert überdurchschnittlich viele Absagen.
- • Dynamic Pricing lässt Ticketpreise auf über 130 Dollar steigen.
- • Kleinere Acts verkalkulieren sich häufiger mit Preis und Hallengröße.
- • Gericht sieht Monopolstellung von Live Nation und Ticketmaster.
- • Wiederverkäufer treiben Preise durch professionellen Ticketaufkauf in die Höhe.
Absagewelle bei US-Konzerten
In den USA hat sich ein neues Phänomen etabliert: das "Blaue-Punkte-Fieber", benannt nach den Ticketsymbolen auf Verkaufsplattformen. Immer mehr Künstler sagen ihre Auftritte ab – mit der Vermutung, dass zu wenige Tickets verkauft wurden. Während Superstars wie Taylor Swift oder Billie Eilish ihre Hallen füllen, kalkulieren kleinere Acts sich zunehmend falsch. Künstler wie die Pussycat Dolls räumen Absagen offen ein, andere nennen Ausreden.
Ursachen: Preisexplosion und Monopolstruktur
Die Ticketpreise auf dem US-Markt steigen rasant. Für erfolgreiche Künstler werden durchschnittlich 130 Dollar fällig, bei Spitzenacts sind mehrere Hundert Dollar üblich. Dynamic Pricing treibt die Kosten noch weiter in die Höhe. Gleichzeitig bescheinigt ein Gericht dem Veranstalter Live Nation und Ticketschiene Ticketmaster eine Monopolstellung. Hinzu kommen professionelle Zweitmarktverkäufer, die Tickets mit kräftigen Aufschlägen anbieten. Politik und Gesetzgeber versuchen verstärkt gegenzusteuern.
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