Ölpreise und Börsen schwanken weiterhin durch Iran-Krieg und Trumps widersprüchliche Rhetorik
Wichtige Fakten
- • DAX schließt mit 1,5% Minus bei 22.612 Punkten, nach spektakulären Schwankungen von 1.300 Punkten am Montag.
- • Ölpreis (Brent) steigt wieder auf über 107 USD/Fass, nachdem er unter 100 USD gefallen war.
- • OECD senkt deutsche Wachstumsprognose auf 0,8% für 2026, erwartet höhere Inflation durch Kriegsfolgen.
- • Konsumklimaindikator fiel im April auf -28,0 Punkte, Verbraucher fürchten steigende Inflation durch hohe Energiepreise.
- • Trump suspendierte Angriffe auf iranische Energieinfrastruktur für fünf Tage, was Ölpreise zeitweise sinken ließ.
Marktentwicklungen und Geopolitik
Die Börsen zeigen weiterhin ein negatives Bild, mit dem DAX, der am Handelsschluss mit 1,5 Prozent im Minus bei 22.612 Punkten notierte. Investoren reagieren nervös auf unklare Signale, nachdem der Index am Montag bei widersprüchlicher Nachrichtenlage um spektakuläre 1.300 Punkte schwankte. Trotz Bemühungen der USA um Deeskalation im Nahen Osten, wobei Teheran öffentlich Verhandlungen bestreitet, aber Pakistan einen US-Vorschlag übermittelt hat, bleibt die Lage unklar. US-Präsident Trump behauptet, der Iran „flehe“ um einen Deal, während Experten wie Stephan Innes von SPI Asset Management und Christian Henke von IG Markets die Unsicherheit und Risikoscheu der Märkte betonen.
Ölpreise und Verbraucherstimmung
Die Ölpreise bleiben hoch und schwanken stark, mit Nordsee-Brent zuletzt bei über 107 Dollar pro Fass, fast 40 Prozent über dem Vorkriegsniveau, nachdem er zeitweise unter 100 Dollar gefallen war. Recherchen zeigen, dass politische Kursänderungen von Trump die Schwankungen beeinflussen; er suspendierte Angriffe auf iranische Energieinfrastruktur für fünf Tage, was Preise senkte, während Drohungen sie steigen ließen. Gleichzeitig drückt der Iran-Krieg die Stimmung der Verbraucher, mit einem Konsumklimaindikator, der im April auf minus 28,0 Punkte gefallen ist, getrieben durch Sorge vor wieder anziehenden Inflationsraten und negativen Konjunkturaussichten.
Wirtschaftliche Auswirkungen und politische Maßnahmen
Der Iran-Krieg bremst nach Ansicht der OECD das globale Wirtschaftswachstum, das sich 2026 voraussichtlich auf 2,9 Prozent abschwächt. Für Deutschland senkte die OECD die Prognose auf 0,8 Prozent Wachstum in diesem Jahr, mit höherer erwarteter Inflation. Als Reaktion auf gestiegene Tankstellenpreise beschloss der Bundestag ein Maßnahmenpaket: Tankstellen dürfen künftig nur noch einmal täglich Preise erhöhen, und das Bundeskartellamt erhält mehr Befugnisse. Die OECD erwartet auch für die USA ein gedämpftes Wachstum von 2,0 Prozent in diesem Jahr, während die Verbraucherstimmung durch hohe Energiepreise belastet bleibt.
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