Brandenburg warnt vor Folgen des Lehrermangels für Abschlüsse
Wichtige Fakten
- • Brandenburg hat den historisch höchsten Lehrermangel.
- • Biologie und Chemie sind besonders betroffen.
- • Anerkennung von Abschlüssen bundesweit könnte gefährdet sein.
- • Land will 250 neue Stellen schaffen und Lehrkräfte umsetzen.
Aktuelle Lage an Brandenburgs Schulen
Brandenburgs Bildungsminister Gordon Hoffmann (CDU) schlägt Alarm: Der Lehrermangel im Land erreicht historische Ausmaße. Besonders in ländlichen Regionen wie der Prignitz fehlen Lehrkräfte, vor allem in den Fächern Biologie und Chemie. Schulleiter Felix Mundt vom Gottfried-Arnold-Gymnasium in Perleberg kann offene Stellen nicht besetzen und kämpft mit der Stundenplanerstellung.
Mögliche Folgen für Abschlüsse
Hoffmann warnt, dass die landesweite Anerkennung von Schulabschlüssen gefährdet sein könnte, falls die Stundentafel nicht mehr komplett abgedeckt werden kann. Die Kultusministerkonferenz relativiert: Eine unmittelbare Gefährdung sei nicht ableitbar, solange Prüfungsfächer unterrichtet werden.
Gegenmaßnahmen der Landesregierung
Brandenburg plant 250 neue Lehrerstellen, ein Stipendium für angehende Lehrkräfte und freiwillige Umsetzungen aus entspannteren Regionen. Allerdings gibt es kaum noch Gebiete ohne Bedarf. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft lehnt Zwangsversetzungen ab und fordert attraktive Anreize. Der Landeselternverband kritisiert die jahrelange Vernachlässigung des Problems.
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