Britische Abgeordnete fordern Untersuchung zu Essars Geschäften mit russischer VTB
Wichtige Fakten
- • Essar verschob VTB-Kredite nach Mauritius, wo Sanktionen nicht galten.
- • Die Kredite belaufen sich auf Milliarden Dollar aus Putins "Sparschwein" VTB.
- • MPs fordern eine Untersuchung der Transaktionen durch britische Behörden.
- • Zypern prüft mögliche Verstöße gegen EU-Sanktionen durch Essar.
Essar und die Russland-Sanktionen
Britische Abgeordnete fordern eine Untersuchung des Ölraffinerie-Betreibers Essar Energy, der nach der russischen Invasion in der Ukraine Kredite der sanktionierten VTB-Bank nach Mauritius verlagert hat, um westliche Sanktionen zu umgehen. Laut einer Analyse von Guardian und SourceMaterial verschob Essar Milliarden Dollar an Krediten von Zypern in den Steuerparadies Mauritius, wo die Sanktionen nicht galten. Experten sehen darin mögliche "Sanktionsumgehung". Die zyprischen Behörden prüfen bereits, ob gegen EU-Sanktionen verstoßen wurde.
Reaktionen und Forderungen
Liam Byrne, Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses des Unterhauses, sagte: "VTB finanziert den Krieg in der Ukraine. Jedes britische Unternehmen sollte sich davon fernhalten." Er fordert eine sofortige Untersuchung durch britische Behörden. Auch der Labour-Abgeordnete Lloyd Hatton bezeichnete die Geschäfte als "sehr alarmierend". Die britische Regierung solle ebenfalls prüfen, ob Sanktionen umgangen wurden.
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