Verstaatlichung von British Steel besiegelt
Wichtige Fakten
- • British Steel wurde am 16. Juli 2026 formell verstaatlicht.
- • Die Regierung beruft sich auf öffentliches Interesse.
- • Premierminister Starmer schloss Deals mit chinesischen Eigentümern aus.
- • Regierung setzt unab-hängige Schätzung für Entschädigung ein.
- • Jingye drohte zuvor mit Schließung der Hochöfen in Scunthorpe.
Verstaatlichung abgeschlossen
Die britische Regierung hat die formelle Verstaatlichung von British Steel am 16. Juni 2026 abgeschlossen. Das Unternehmen, das zuvor vom chinesischen Konzern Jingye Group kontrolliert wurde, ist nun vollständig in öffentlichem Eigentum. Premierminister Sir Keir Starmer betonte, dass die Übernahme des Stahlwerks in Scunthorpe die Zukunft der britischen Stahlproduktion sichere und Tausende Arbeitsplätze schütze.
Gesetzliche Grundlage und Entschädigung
Der Verstaatlichung war die Verabschiedung des Steel Industry (Nationalisation) Act am Mittwoch vorausgegangen. Die Regierung hatte bereits im April 2025 mit einem Notfallverfahren die Schließung der letzten beiden Hochöfen in Scunthorpe verhindert. Nun wird ein unabhängiger Gutachter prüfen, ob und in welcher Höhe Jingye eine Entschädigung zusteht. Die chinesische Seite hatte zuvor tägliche Verluste von 700.000 Pfund gemeldet.
Ausblick und Herausforderungen
Wirtschaftsminister Peter Kyle kündigte an, dass die Regierung die Betriebskosten vorerst tragen werde. Langfristig stehe jedoch ein milliardenschwerer Umbau zu umweltfreundlicherer Stahlproduktion an. Ein Verkauf an private Investoren sei gescheitert; die Verstaatlichung erfolgte im nationalen Interesse.
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