Britischer Grenzbeamter spioniert für China: Schuldigspruch wegen Geheimdiensttätigkeit
Wichtige Fakten
- • Chi Leung Wai und Chung Biu Yuen halfen chinesischen Geheimdiensten, Hongkonger Dissidenten zu überwachen.
Überwachung von Hongkonger Dissidenten
Der britische Grenzbeamte Chi Leung „Peter" Wai und der Hongkonger Handelsbeamte Chung Biu „Bill" Yuen wurden am 7. Mai 2026 am Londoner Old Bailey wegen Spionage für China verurteilt. Wai nutzte seine Zugriffsrechte auf die Einwanderungsdatenbank, um Dissidenten in Großbritannien zu verfolgen und nannte sie „Kakerlaken". Der Prozess enthüllte eine „Schattenpolizei"-Operation, bei der auch der Ex-Marine Matthew Trickett beteiligt war, der nach seiner Festnahme starb.
Operation in Pontefract
Der Spionagering flog auf, als Wai, Trickett und andere eine Hongkonger Exilantin in ihrem Wohnhaus überwachen und angeblich entführen wollten – eskaliert bis zu einem Einbruch, der von MI5 abgehört wurde. Die Jury sprach die Angeklagten der geheimdienstlichen Tätigkeit schuldig, konnte sich jedoch nicht über einen Vorwurf der „ausländischen Einmischung" einigen. Die Staatsanwaltschaft strebt kein erneutes Verfahren an.
Diplomatische Folgen
Innenminister Dan Jarvis kritisierte die Aktionen als Verletzung der britischen Souveränität und kündigte die Vorladung des chinesischen Botschafters an. Die Verteidigung sowie die chinesische Botschaft bestreiten die Vorwürfe und bezeichnen sie als fabriziert.
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