Bundesanwaltschaft ermittelt nach Signal-Phishing-Angriffen auf Politiker
Wichtige Fakten
- • Bundesanwaltschaft ermittelt wegen Spionageverdachts nach Signal-Phishing.
- • Betroffen sind Politiker, Journalisten und Militärs, darunter Julia Klöckner.
- • BfV und BSI sehen staatlichen Akteur hinter der Kampagne.
- • Ähnliche Angriffe in Großbritannien und Niederlanden aufgetreten.
- • Signals Verschlüsselung wurde nicht kompromittiert.
Cyberangriff auf Signal: Bundesanwaltschaft schaltet sich ein
Die deutsche Bundesanwaltschaft hat Ermittlungen wegen Spionageverdachts im Zusammenhang mit einer Phishing-Kampagne auf dem Messengerdienst Signal aufgenommen. Wie eine Sprecherin bestätigte, sind von den Angriffen verschiedene Akteure aus Politik, Medien und Militär betroffen – darunter offenbar auch Bundestagspräsidentin Julia Klöckner. Die Ermittlungen begannen bereits Mitte Februar.
Staatlicher Akteur vermutet
Das Bundesamt für Verfassungsschutz und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hatten bereits zuvor gewarnt und gehen von einem staatlich gesteuerten Cyberakteur aus. Die Kampagne sei nach wie vor aktiv. Der Spiegel berichtet über Fälle in nahezu allen Bundestagsfraktionen. Auch NATO-Angehörige sollen betroffen sein. Die Angreifer locken Nutzer mit Aufforderungen zur PIN-Eingabe oder QR-Codes an, um sich in Chatgruppen einzuschleusen. Laut Signal bleibt die Verschlüsselung des Dienstes jedoch unbeeinträchtigt.
Angriffe auch in anderen EU-Ländern
Seit Winter 2025 sind ähnliche Phishing-Angriffe auch in Großbritannien und den Niederlanden festgestellt worden. Die niederländische Regierung äußerte den Verdacht, dass Russland hinter der Kampagne stecke. Die Bundesanwaltschaft hält sich zu möglichen Auftraggebern bislang bedeckt.
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