Bundeswehr-Missionen im Nahen Osten durch Kriegsfolgen eingeschränkt
Wichtige Fakten
- • Rund 500 Bundeswehrsoldaten sind im Nahen Osten im Einsatz.
- • Die Ausbildung in Erbil (Nordirak) ruht, das Kontingent wurde reduziert.
- • Die Basis Al-Asrak in Jordanien wurde angegriffen, ohne Verletzte.
- • Die Ausbildung der libanesischen Marine an Land ist ausgesetzt.
- • Personal wurde aus Bagdad, Bahrain und Katar abgezogen.
Überblick der Einschränkungen
Der Krieg im Nahen Osten hat direkte Auswirkungen auf die Einsätze der Bundeswehr in der Region, wobei einzelne Aufträge auf Eis liegen, Kontingente verkleinert und Personal verlegt wurden. Verteidigungsminister Boris Pistorius betonte im Bundestag, dass der Schutz der Soldaten Priorität hat und einige Aufgaben derzeit nur eingeschränkt erfüllt werden können, da die Sicherheitslage durch den Konflikt massiv beeinträchtigt ist.
Betroffene Missionen und Standorte
Zu den betroffenen Missionen gehört der Einsatz gegen den 'Islamischen Staat' (IS), bei dem die Bundeswehr seit 2015 mitwirkt. Zentrale Standorte wie der Stützpunkt Al-Asrak in Jordanien und die Basis in Erbil (Nordirak) wurden angegriffen, wobei in Erbil die Ausbildung ruht und das Kontingent reduziert wurde. Auch bei der UNIFIL-Mission im Libanon ist die Ausbildung an Land ausgesetzt, während die Fregatte 'Nordrhein-Westfalen' weiter im Einsatz bleibt.
Anpassungen und Sicherheitsmaßnahmen
Die Bundeswehr hat frühzeitig Schutzmaßnahmen hochgefahren, was sich bei Angriffen auf die Basen als wirksam erwiesen hat. Personal wurde aus Orten wie Bagdad, Bahrain und Katar abgezogen, wobei die genauen Zahlen aus Sicherheitsgründen nicht öffentlich gemacht werden. Die meisten Soldaten bleiben jedoch in der Region, um die Missionen fortzuführen, sobald es die Lage erlaubt.
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