Bundeswehr plant offensive Satelliten für Weltraum-Kriegstüchtigkeit
Wichtige Fakten
- • Vier deutsche Testsatelliten sollen 2027 ins All starten.
- • Satelliten können andere ausspionieren und stören.
- • Verteidigungsministerium bestätigt Vorhaben, Opposition kritisiert.
- • Projekt soll Grundlage für Kriegstüchtigkeit im All bis 2029 sein.
- • Kosten: rund 100 Millionen Euro.
Bundeswehr plant offensivfähige Testsatelliten
Die Bundeswehr will nach Informationen von WDR, NDR und SZ bereits 2027 erste eigene Testsatelliten mit militärischen Offensivfähigkeiten ins All bringen. Das Verteidigungsministerium plant vier Satelliten, die andere Satelliten ausspionieren („Inspektorsatelliten“) und durch elektromagnetische Angriffe wie Jamming oder Spoofing stören können („Effektorsatelliten“). Ziel ist es, die Abhängigkeit von den USA zu verringern und Deutschlands Kriegstüchtigkeit im Weltraum bis 2029 zu erreichen. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) soll das Vorhaben umsetzen, das auf bestehenden Technologien basiert. Kritik kommt von der Linken, die eine „schleichende Aufrüstung“ befürchtet. Koalitionspolitiker von Union und SPD verteidigen das 100-Millionen-Euro-Projekt als notwendigen Schritt für die europäische Souveränität.
Der Zeitplan ist ambitioniert: Die Satelliten sollen innerhalb weniger Monate beschafft, gestartet und getestet werden. Dabei kommen ausschließlich deutsche Technologien und Raketen deutscher Hersteller zum Einsatz. Noch ist kein deutscher Raketenstart erfolgreich, daher darf das Projekt vertraglich scheitern. Die Tests erfolgen zunächst an eigenen Satelliten, eine Beeinflussung Dritter ist nach Ministeriumsangaben ausgeschlossen.
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