Cambridge-Professor Jason Arday nach Plagiatsvorwürfen tot aufgefunden
Wichtige Fakten
- • 41-jähriger Jason Arday in London tot aufgefunden.
- • Polizei: Tod unerwartet, aber nicht verdächtig.
- • Arday trat nach Plagiatsvorwürfen von Professur zurück.
- • Familie spricht von Mobbing und Desinformationskampagne.
- • Universität Cambridge leitete unabhängige Untersuchung ein.
Tod in London
Der frühere Soziologie-Professor der Universität Cambridge, Jason Arday, wurde tot aufgefunden. Die Londoner Polizei erklärte, der 41-Jährige sei in Battersea im Südwesten Londons für tot erklärt worden. Sein Tod werde als unerwartet eingestuft, aber es gebe keine Hinweise auf ein Verbrechen. Die Vizekanzlerin der Universität, Deborah Prentice, zeigte sich tief betroffen.
Rücktritt nach Plagiatsvorwürfen
Arday war vor wenigen Tagen von seiner Professur zurückgetreten. Zuvor waren Plagiatsvorwürfe gegen seine Doktorarbeit und andere Veröffentlichungen laut geworden. Diese Vorwürfe wurden erstmals von dem US-Wissenschaftler Nathan Cofnas erhoben. Arday wies die Anschuldigungen zurück und erklärte, der Rücktritt sei der einzige Weg gewesen, das Kapitel zu beenden. Er habe Fehler eingeräumt, diese seien aber auf seinen Autismus zurückzuführen. Eine Untersuchung der Liverpool John Moores Universität ergab kein wissenschaftliches Fehlverhalten. Dennoch leitete die Universität Cambridge eine unabhängige Untersuchung zu seiner Berufung ein.
Reaktionen
Seine Familie äußerte, dass die „Desinformationskampagne“ für Arday zu viel gewesen sei. Sie sprach von Mobbing und Schikane. Er sei ein sanftmütiger Mensch gewesen, der immer das Gute in jedem gesehen habe. Kollegen beschrieben ihn als zutiefst betroffen nach seinem Rücktritt. Er habe das Haus nicht mehr verlassen und stark abgenommen.
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