Casey-Kritik: Entschädigung für missbrauchte Kinder unzureichend
Wichtige Fakten
- • Baroness Casey fordert umfassende Tilgung aller Fehlurteile gegen Missbrauchsopfer.
- • Neues Gesetz begnadigt nur Kinderprostitution, nicht andere Delikte wie Landfriedensbruch.
- • Betroffene wie Joanne haben trotz Missbrauchs Dutzende Verurteilungen auf dem Buckel.
Unzureichende Entschädigung für missbrauchte Kinder
Baroness Louise Casey, Autorin eines wegweisenden Berichts über Missbrauchsbanden, kritisiert die britische Regierung scharf: Die neue Gesetzgebung, die nur Verurteilungen wegen Kinderprostitution tilgt, sei ein fauler Kompromiss und gehe nicht weit genug. Betroffene wie Joanne, die als Minderjährige zu über 40 Prostitutionsdelikten verurteilt wurde, leiden noch Jahrzehnte später unter ihren Strafregistern.
Mehr als 40 Verurteilungen
Joannes Erfahrung ist kein Einzelfall: Fiona Goddard, die zwischen 13 und 18 Jahren bis zu 50 Verurteilungen anhäufte, fühlt sich von der Regierung im Stich gelassen. Jamie Lee Jones wurde sogar mit 14 Jahren in eine Jugendstrafanstalt für Schwerverbrecher eingewiesen. Alle fordern individuelle Überprüfungen aller Verurteilungen.
Regierung verteidigt ihren Kurs
Das Innenministerium verweist auf die Möglichkeit, beim Criminal Cases Review Commission (CCRC) eine Überprüfung zu beantragen. Die betroffenen Frauen betonen jedoch die psychische Belastung durch das langwierige Verfahren.
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