ChatGPT bekommt Werbung in Europa – kostenlose Nutzung wird zum Werbekanal
Wichtige Fakten
- • OpenAI startet ab Montag Werbung in 31 europäischen Ländern.
- • OpenAI betont, Werbetreibende erhalten keinen Zugriff auf Chatverläufe.
- • ChatGPT Plus gibt es für 23 Euro monatlich ohne Werbung.
- • 80 % der Nutzer verwenden die kostenlose Version, Werbung soll sie finanzieren.
- • Werbung könnte die Antworten des Bots subtil beeinflussen.
OpenAI führt Werbung ein
Ab Montag wird der Chatbot ChatGPT in 31 europäischen Ländern Werbung anzeigen, darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz. OpenAI-Chef Sam Altman war bisher gegen Werbung, doch der Konzern setzt nun darauf, um die kostenlose KI-Nutzung zu finanzieren. Die Werbung ist das erste Mal, dass ChatGPT in Europa umsatzrelevante Anzeigen einbindet, nachdem in den USA bereits Tests liefen.
Kritik und Bedenken
Experten sehen Risiken für das Vertrauen der Nutzer. So könnten Anzeigen den Eindruck von Neutralität untergraben, und es besteht die Gefahr, dass gesponserte Inhalte die Antworten subtil beeinflussen. Aktuelle Studien zeigen, dass KI-Modelle in solchen Fällen teurere, gesponserte Produkte empfehlen können. Zudem ist mit SEO-ähnlichen Optimierungstechniken für KI-Chatbots zu rechnen, die das Nutzererlebnis weiter verändern.
Warum Werbung nötig ist
OpenAI will an die Börse und muss dabei die hohen Kosten für Rechenzentren und Personal stemmen. Da über 80 Prozent der Nutzer die Gratis-Version verwenden, ist Werbung der logische Schritt, um diese zu monetarisieren, so Wirtschaftsexperten. Abos wie ChatGPT Plus (23 Euro pro Monat) sind weiterhin werbefrei.
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