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International 27.02.2026, 10:50 Aktualisiert: 27.02.2026, 23:07

London: Churchill-Statue beschmiert - Verdächtiger nun auch wegen Unterstützung von Palestine Action festgenommen

38-jähriger Mann wegen rassistisch motivierter Sachbeschädigung und Unterstützung von Palestine Action festgenommen

Wichtige Fakten

  • 38-jähriger Mann wegen rassistisch motivierter Sachbeschädigung und Unterstützung von Palestine Action festgenommen
  • Graffiti mit Parolen wie 'Zionist war criminal' und 'Free Palestine' auf Churchill-Statue
  • Polizei war innerhalb von zwei Minuten am Tatort, niederländische Gruppe Free the Filton 24 bekannte sich zur Tat
  • Statue wurde bereits mehrfach bei Protesten beschädigt, zuletzt 2020 bei BLM- und Klimaprotesten
  • Regierung und Downing Street verurteilen Vandalismus als 'abscheulich' und 'Schande'

Vorfall und Festnahmen

In London wurde ein 38-jähriger Mann festgenommen, nachdem er die Statue des ehemaligen britischen Premierministers Winston Churchill auf dem Parliament Square mit Graffiti beschmiert hatte. Die Metropolitan Police nahm den Mann zunächst unter dem Verdacht der rassistisch motivierten Sachbeschädigung fest und verhaftete ihn später zusätzlich wegen Verdachts auf Unterstützung der Gruppe Palestine Action. Dies ist der erste derartige Fall seit dem Urteil des High Court, das das Regierungsverbot der Gruppe unter Anti-Terror-Gesetzen für rechtswidrig erklärt hat, wobei das Verbot vorläufig in Kraft bleibt, während die Regierung Berufung einlegt.

Details der Beschädigung und Reaktionen

Die Statue wurde mit roter Farbe besprüht und mit Parolen wie 'Zionist war criminal', 'Stop the Genocide', 'Free Palestine', 'Never again is Now' und 'Globalise the Intifada' verunstaltet. Die ersten Beamten waren innerhalb von zwei Minuten am Tatort, und Reinigungskräfte entfernten am Freitagmorgen die Farbe. Die niederländische Gruppe Free the Filton 24 bekannte sich zur Tat und postete ein Video auf Instagram, das einen Mann beim Beschmieren der Statue zeigt. Die Gruppe definiert sich als 'Familie und Freunde' von Palestine-Action-Aktivisten, die 2024 wegen eines Einbruchs in eine britische Niederlassung des israelischen Rüstungsunternehmens Elbit angeklagt wurden.

Politische und historische Hintergründe

Ein Sprecher von 10 Downing Street verurteilte den Angriff als 'vollkommen abscheulich' und betonte, Churchill sei ein 'großer Brite', während das Innenministerium die Vandalen als 'Schande' bezeichnete. Bereits im Dezember hatten die Metropolitan Police und die Greater Manchester Police angekündigt, Personen, die 'Globalise the Intifada' skandieren, festzunehmen, eine Entscheidung, die auf Terroranschläge in Australien und Manchester folgte. Die Churchill-Statue, ein 3,6 Meter hohes Denkmal von 1973, wurde in der Vergangenheit mehrfach beschädigt, zuletzt während Black-Lives-Matter-Protesten im Juni 2020 und durch einen Extinction-Rebellion-Aktivisten im Oktober desselben Jahres.

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