Datenklau in Liechtenstein: 31.000 Datensätze entwendet
Wichtige Fakten
- • 31.000 Datensätze gestohlen, beinhaltet persönliche Daten.
- • Diebstahl betrifft das Verzeichnis wirtschaftlicher Personen.
- • Regierungschefin Haas: unbekannte Täter, kein Lösegeld.
- • Verzeichnis wurde für EU-Richtlinie gegen Geldwäsche angelegt.
Datenklau in Liechtenstein: 31.000 Datensätze entwendet
Ausgerechnet im diskreten Fürstentum Liechtenstein ist ein massiver Datendiebstahl geschehen. Regierungschefin Brigitte Haas bestätigte auf einer Pressekonferenz, dass unbekannte Täter etwa 31.000 Datensätze aus dem Verzeichnis wirtschaftlicher Personen entwendet haben. Dieser Datensatz listet alle Personen auf, die hinter Stiftungen, Treuhandgesellschaften und Unternehmen im Fürstentum stehen. Nun liegen Daten wie Name, Geburtsdatum, Staatsangehörigkeit und Wohnsitzland der Kontrolleure in unbekannten Händen. Die Regierung zeigte sich beunruhigt über die möglichen Konsequenzen.
Reaktionen und Hintergründe
Die Behörden betonen, dass man weder Hinweise auf die Täter noch auf die Verwendung der Daten habe. Weder gibt es eine Lösegeldforderung, noch wurde das Verzeichnis im Darknet zum Verkauf angeboten – so regierte die Unsicherheit. Der Vorfall ist brisant, weil Vertraulichkeit das Markenzeichen des Finanzplatzes ist. Erst eine EU-Richtlinie zur Bekämpfung von Geldwäsche hatte Anfang der 2020er Jahre dazu geführt, dass die zeitweise angelegte Liste überhaupt dort vorhanden war.
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