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Wirtschaft 13.02.2026, 09:56 Aktualisiert: 13.02.2026, 18:02

DAX zeigt sich verhalten nach US-Inflationsdaten - KI-Sorgen und Zinserwartungen belasten

DAX schließt bei 24.914 Punkten mit kleinem Plus von 0,25%

Wichtige Fakten

  • DAX schließt bei 24.914 Punkten mit kleinem Plus von 0,25%
  • US-Inflation fällt stärker als erwartet auf 2,4% im Januar
  • SAP erobert Titel als wertvollstes DAX-Unternehmen zurück von Siemens
  • Commerzbank-Aktie fällt um 5,7% und bildet DAX-Schlusslicht
  • Markt erwartet nächste Zinssenkung der Fed erst im Juni

Verhaltener DAX nach Wochenabschluss

Der DAX hat sich am Freitag kaum bewegt und schloss mit einem kleinen Plus von 0,25 Prozent bei 24.914 Punkten, was auf Wochensicht eine Veränderung von 0,8 Prozent ergibt. Anleger zeigten sich zögerlich, nachdem sie sich am Donnerstag als Reaktion auf nervöse US-Märkte für Gewinnmitnahmen entschieden hatten. Der deutsche Leitindex ließ sich nur kurz von den US-Inflationsdaten beleben, die stärker als erwartet fielen.

US-Inflation entlastet Märkte leicht

Die US-Verbraucherpreise stiegen im Jahresvergleich um 2,4 Prozent im Januar, nachdem Volkswirte mit 2,5 Prozent gerechnet hatten. NordLB-Experte Tobias Basse konstatiert, dass die befürchtete "Inflationskatastrophe" damit ausbleibt, doch üben die Daten kaum Druck auf die Federal Reserve aus, Zinssenkungen vorzuziehen. Am Terminmarkt wird die nächste Senkung erst im Juni erwartet, wenn Kevin Warsh das Amt des Notenbankchefs übernehmen wird.

Unternehmensentwicklungen und Branchentrends

SAP eroberte den Titel des wertvollsten DAX-Unternehmens von Siemens zurück, nachdem die SAP-Aktie um zwei Prozent zulegte und der Siemens-Kurs dividendenbereinigt wurde. Tagessieger waren die Deutsche Börse (+4,5%) und MTU (+4,5%), während die Commerzbank mit einem Minus von 5,7 Prozent das Schlusslicht bildete. Analysten bewerten mehrere gescheiterte Anläufe auf die 25.000-Punkte-Marke zunehmend als Risiko für den DAX.

Ausblick auf kommende Woche

Für die kommende Woche erwarten Analysten ein weiterhin schwieriges Umfeld für den DAX, geprägt von KI-Sorgen, unklaren Zinsaussichten und technischen Widerständen. Am Montag dürfte der Handel aufgrund des US-Feiertags President's Day ruhiger verlaufen, während Impulse von der ersten Schätzung des US-Bruttoinlandsprodukts im Schlussquartal 2025 und den Einkaufsmanagerindizes für Deutschland und Europa am Freitag erwartet werden.

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