Teilen:
Wirtschaft 05.06.2026, 05:26 Aktualisiert: 05.06.2026, 12:01

DAX startet schwächer: KI-Rally stockt, US-Jobdaten und Nahost im Fokus

SpaceX-Börsengang könnte zum Stresstest für KI-Rally werden.

Wichtige Fakten

  • SpaceX-Börsengang könnte zum Stresstest für KI-Rally werden.
  • Anthropic fordert Pause der KI-Entwicklung, warnt vor Kontrollverlust.
  • Hisbollah lehnt Waffenruhe ab, Israel schließt Truppenabzug aus.
  • US-Arbeitslosenquote im Mai bei 4,3 Prozent erwartet.
  • Deutsche Autobauer mit Umsatzminus von über 4% im Q1.

DAX startet mit Verlusten – KI-Rally unter Druck

Der DAX ist am Freitag 0,2 Prozent tiefer bei 24.863 Punkten gestartet. Belastend wirken schwache Vorgaben aus den USA und Asien, insbesondere der enttäuschende Ausblick des Chip-Herstellers Broadcom, der die KI-Umsatzprognosen für 2026 und 2027 nicht wie erhofft erhöhte. Infineon-Aktien geben um mehr als fünf Prozent nach. Auch der US-Technologieindex Nasdaq 100 und die asiatischen Börsen leiden: Der südkoreanische Kospi fiel um 5,3 Prozent, der japanische Nikkei um 1,3 Prozent.

Anthropic warnt – SpaceX-Börsengang als Stresstest

Das KI-Unternehmen Anthropic, bekannt für sein Modell Claude, fordert eine weltweite Pause der KI-Entwicklung und warnt vor Kontrollverlust. Die Forderung verpufft jedoch an den Börsen; einige KI-Aktien legen wieder zu. Als möglicher Gradmesser gilt der Börsengang von SpaceX in der kommenden Woche, der zeigen könnte, wie viel Risikokapital nach der KI-Rally noch mobilisierbar ist.

Geopolitische Risiken und US-Jobdaten im Fokus

Die ins Stocken geratenen Friedensverhandlungen im Nahen Osten dämpfen die Risikobereitschaft: Die Hisbollah lehnt eine Waffenruhe ab, Israel schließt einen Truppenabzug aus. Zudem warten Anleger auf den US-Arbeitsmarktbericht für Mai. Mit einer erwarteten Arbeitslosigkeit von 4,3 Prozent könnte ein starker Bericht die Zinsangst neu entfachen.

Deutsche Autobauer im Hintertreffen

Laut einer Analyse von EY hinken die deutschen Autobauer Volkswagen, Mercedes und BMW der internationalen Konkurrenz hinterher: Ihre Umsätze sanken im ersten Quartal um mehr als vier Prozent. Positive Entwicklungen zeigen dagegen US-Hersteller sowie Stellantis und Renault.

Kein Briefing mehr verpassen

Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.

Mit der Anmeldung akzeptieren Sie unsere Datenschutzbestimmungen. Abmeldung jederzeit.