Iran-Krieg beflügelt Erneuerbare: Grüne Aktien im Höhenflug
Wichtige Fakten
- • S&P Clean Energy Index seit April um 15% gestiegen.
- • Nordex-Aktie gewinnt seit Jahresbeginn über 60%.
- • Erneuerbare decken im ersten Quartal 53% des Stromverbrauchs.
- • Ölpreis Brent steigt auf Vierjahreshoch von 126 Dollar.
- • Deutschland importiert 67% seiner Energie (2024).
Grüne Aktien im Aufwind
Der Iran-Krieg treibt die Energiewende voran: Seit den Angriffen der USA und Israel auf Iran am 28. Februar sind Öl- und Gaspreise massiv gestiegen. Der Brent-Ölpreis erreichte ein Vierjahreshoch von 126 Dollar. Das verstärkt den Druck auf Staaten, in erneuerbare Energien zu investieren. Der S&P Global Clean Energy Transition Index legte seit April um 15 Prozent zu, während Öl-Aktien leicht nachgaben. Unternehmen wie Vestas, Ørsted, Siemens Energy und Nordex verzeichnen starke Kursgewinne. Die Nordex-Aktie stieg seit Jahresbeginn um über 60 Prozent auf den höchsten Stand seit 2002.
Energiesouveränität statt Klimaschutz
Anders als früher steht nicht mehr der Klimaschutz im Fokus, sondern die Energiesouveränität. Der Iran-Krieg habe hier ein Umdenken beschleunigt, sagt Chris-Oliver Schickentanz von der Capitell AG. Auch Claudia Kemfert vom DIW betont, dass jede Kilowattstunde aus Wind und Sonne unabhängiger von Krisen und Autokraten mache. Deutschland deckte im ersten Quartal 2026 rund 53 Prozent seines Stromverbrauchs aus Erneuerbaren – das Ziel von 80 Prozent bis 2030 bleibt jedoch ambitioniert. Die Abhängigkeit von Energieimporten liegt bei 67 Prozent (2024).
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