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Wirtschaft 16.06.2026, 08:44 Aktualisiert: 16.06.2026, 10:00

DAX im Aufwind: KI-Hype und Friedenshoffnungen stützen, China-Krise belastet

DAX erreicht 25.017 Punkte und damit neues Rekordhoch.

Wichtige Fakten

  • DAX erreicht 25.017 Punkte und damit neues Rekordhoch.
  • KI-Rally treibt Aktien, SpaceX will KI-Startup Anysphere für 60 Mrd. Dollar übernehmen.
  • Ölpreis stabilisiert sich bei rund 83 Dollar je Fass, Bleibt aber über Vorkrisenniveau.
  • China-Automarkt bricht ein: Absatz minus 20%, Volkswagen drosselt Pläne.
  • Bund lehnt UniCredit-Übernahme der Commerzbank ab: Keine angemessene Prämie.

DAX zieht an auf neue Bestmarke

Der DAX setzt seine Rally fort und notiert am frühen Nachmittag bei 25.017 Punkten, ein Plus von einem halben Prozent. Zwei Faktoren treiben die Kurse: die Hoffnung auf eine Friedenslösung zwischen den USA und dem Iran sowie anhaltende Begeisterung für KI-Unternehmen.

KI-Rally ungebremst: Großübernahme angekündigt

Treibstoff für die KI-Rally lieferte der SpaceX-Konzern: Die Firma kündigte nach ihrem Rekordbörsengang die milliardenschwere Übernahme des Startups Anysphere an. Mit einem Preis von rund 60 Milliarden US-Dollar soll der KI-Entwickler Teil von SpaceX werden. Investoren setzen generell auf Produktivitätsgewinne durch künstliche Intelligenz, was vor allem US-Tech-Werte beflügelt.

Ölpreise entspannen – aber nicht vollständig

Derweil pendeln die Ölpreise weiter um die 83-Dollar-Marke. Zwar sind die Preise aufgrund des geplanten US-Iran-Abkommenes gefallen, liegen aber noch immer deutlich über dem Vorkrisenniveau von 60 Dollar. Schifffahrtsexperten rechnen damit, dass die Wiederherstellung der vollen Schiffsrouten durch die Straße von Hormus Wochen dauern wird – auch wegen Kriegsschäden. Ulrich Stephan von der Deutschen Bank warnt, das Abkommen sei vorläufig und könne noch scheitern.

China-Schwäche belastet deutsche Autobauer

Bremsend wirken die neuen Konjunkturdaten aus China: Die Verkäufe in der Export-Industrie, speziell bei Autos, brechen ein. Der chinesische Auto-Absatz sank in den ersten fünf Monaten um fast 20 Prozent, der SPIEGEL führt dies auf den Wegfall von Subventionen und Schwäche beim Konsum zurück. Volkswagen hat als Reaktion bereits eine Anpassung seiner Pläne angekündigt und gehört heute zu den größten DAX-Verlierern (Kurs minus 2,5 Prozent).

Fed vor Spagat

An diesem Mittwoch steht der Leitzinsentscheid der US-Notenbank Fed an. Amtsinhaber Kevin Warsh hatte in letzter Zeit ambivalente Signale gesendet, die die Prognose unsicher werden lassen: Die Hoffnung der Marktexperten auf sinkende Öl- und Energiepreise dürfte ihm dennoch Luft für eine feste Zinspause lassen. Gelingt die Prognose einer Steigerung des Wirtschaftswachstums trotz gebremster Konjunktur in Zentral- und Fernost weiter?

Update zur Commerzbank

Nochmal die Entwicklung um das Bekanntwerden: Der Bund lehnt – wie von verschiedenen Kräfte moniert – abermals gültig die Angebote für die Commerzbank durch UniCredit ab, wie die Finanzagentur fortfährt : Staatssekretär Seeber erneuerte um 10 Uhr, die Annahme desssen
sei wirtschaftlich illegal.

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