DAX verhalten optimistisch, Ölpreise fallen nach Iran-Abkommen
Wichtige Fakten
- • DAX steigt um rund 0,2 Prozent auf über 25.000 Punkte.
- • Ölpreise sinken deutlich unter 80 Dollar pro Barrel.
- • Fed lässt Leitzins bei 3,50 bis 3,75 Prozent.
- • IFA-Abkommen zwischen Iran und USA verlängert Waffenruhe um 60 Tage.
Verhaltene Marktreaktion auf Iran-Abkommen
Der DAX legte im frühen Handel leicht um 0,2 Prozent zu und überwand zeitweise die Marke von 25.000 Punkten. Am Vortag war der Index nahezu unverändert bei 24.934 Punkten aus dem Handel gegangen, vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank und der Unterzeichnung der Absichtserklärung zwischen Iran und den USA. Die Vereinbarung im Nahen Osten verlängert die Waffenruhe um 60 Tage, bleibt aber laut Experten vage. US-Präsident Trump drohte, die Angriffe wieder aufzunehmen, falls Iran seine Zusagen nicht einhält.
Ölpreise fallen – Energiekrise nicht vorbei
Die Rohölpreise Brent und WTI verbilligten sich deutlich und liegen wieder unter 80 Dollar pro Barrel. Die Erleichterung an den Rohstoffmärkten ist spürbar, doch Experten warnen, dass die Normalisierung des Ölmarktes Zeit braucht. Die Wiederbefahrbarkeit der Schiffstrasse nimmt Druck von den Ölpreisen und der Konjunktur, aber der Schaden sei bereits angerichtet, so VP-Bank-Chefvolkswirt Thomas Gitzel. Die globalen Wachstumsraten fallen schwächer aus, und die Inflation bleibt erhöht, was Notenbanken auf den Plan rufen könnte.
Fed signalisiert mögliche Zinserhöhungen
Die US-Notenbank beließ den Leitzins auf ihrer ersten Sitzung unter dem neuen Zentralbankchef Kevin Warsh in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent. Angesichts der Inflation von 4,2 Prozent infolge des Iran-Konflikts stellten die Währungshüter jedoch Zinserhöhungen in Aussicht. Marktbeobachter kommentieren, dass weitere Zinssenkungen endgültig vom Tisch sind und steigende Zinsen den Aktienmarkt belasten.
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