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Wirtschaft 07.04.2026, 11:45

DAX verliert trotz Ölpreis-Rückgang - Dividendenrekord als Trost

Der DAX notiert um 0,5% tiefer bei 23.097 Punkten.

Wichtige Fakten

  • Der DAX notiert um 0,5% tiefer bei 23.097 Punkten.
  • DAX-Konzerne schütten voraussichtlich 55,3 Mrd. Euro Dividenden aus.
  • 25 von 40 DAX-Unternehmen erhöhen ihre Dividendenausschüttung.
  • Allianz ist größter Dividendenzahler mit 6,5 Mrd. Euro.
  • MTU Engines steigert Dividende um 64%, Deutsche Bank um 44%.

Marktentwicklung und Dividendenrekord

Der DAX konnte sein zwischenzeitliches Plus nicht halten und notiert am frühen Nachmittag um ein halbes Prozent tiefer bei 23.097 Punkten, nachdem er zunächst von einem Rückgang der Ölpreise profitierte, der sich jedoch nicht dauerhaft stabilisierte. Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage und geopolitischen Unsicherheiten, insbesondere durch Drohungen der USA gegen den Iran, schütten die 40 DAX-Konzerne voraussichtlich Rekorddividenden in Höhe von rund 55,3 Milliarden Euro aus, was einem Plus von 5,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Details zur Dividendenverteilung

25 der DAX-Konzerne planen, ihre Dividende für das vergangene Geschäftsjahr anzuheben, während nur bei zehn Unternehmen die Ausschüttung sinkt. Größter Dividendenzahler bleibt die Allianz mit einer Summe von 6,5 Milliarden Euro, gefolgt von der Deutschen Telekom und Siemens. Besonders stark steigen die Dividenden bei MTU Engines (plus 64 Prozent), der Deutschen Bank (plus 44 Prozent) und der Commerzbank (plus 61 Prozent), wohingegen kriselnde Autokonzerne wie Mercedes-Benz und die Porsche Automobil Holding ihre Ausschüttungen reduzieren.

Hintergründe und Ausblick

Der Dividendenrekord ist auf die starken Auslandsumsätze der DAX-Konzerne und Rekordergebnisse in Branchen wie Banken und Versicherungen zurückzuführen. Viele Unternehmen legen zudem verstärkt Wert auf gute Ausschüttungen, um langfristige Aktionäre zu binden. Experten wie Jan Brorhilker von EY warnen jedoch, dass für das nächste Jahr kein weiterer Rekord zu erwarten ist, da Industrieunternehmen im Wandel stecken und eher mit Rückgängen bei den Gesamtausschüttungen gerechnet werden muss.

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