Debatte um Emerald Fennels 'Wuthering Heights'-Neuverfilmung: Treue zum Klassiker versus künstlerische Freiheit
Wichtige Fakten
- • Die Besetzung von Margot Robbie als Catherine und Jacob Elordi als Heathcliff sorgt für Kontroversen.
- • Fennels Version fokussiert auf die sadomasochistische Liebe statt auf Klassenunterschiede und Rassismus.
- • Der Film nutzt farbenblindes Casting, ähnlich wie die Serie 'Bridgerton'.
- • Die Kostüme und der Soundtrack von Charli XCX zielen auf ein junges Publikum ab.
- • Fennel streicht rassistische Beschimpfungen aus der Romanvorlage und setzt auf persönliche Interpretation.
Polarisierende Neuverfilmung
Emerald Fennels Neuverfilmung von Emily Brontës Klassiker "Wuthering Heights" hat bereits vor dem Kinostart für Diskussionen gesorgt. Die Besetzung der Hauptrollen mit Margot Robbie als Catherine Earnshaw und Jacob Elordi als Heathcliff wird kontrovers diskutiert, da sie von der Romanvorlage abweicht. Zudem wirken die Kostüme historisch unpassig und ein erotisch aufgeladener Trailer deutet auf einen Fokus auf "Dark Romance" hin.
Filmhistorischer Kontext und Änderungen
Fennels Version bezieht sich nicht nur auf den Roman von 1847, sondern auch auf frühere Filmadaptionen, wie die von Andrea Arnold aus dem Jahr 2011. Sie nimmt Änderungen vor: Die Rahmenerzählung fehlt und die zweite Hälfte des Romans wird ausgelassen. Stattdessen konzentriert sich der Film auf die Beziehung zwischen Cathy und Heathcliff, wobei Themen wie Klassenunterschiede und Rassismus in den Hintergrund treten.
Diversität und farbenblindes Casting
Die Besetzungspraxis des Films wird als "farbenblindes Casting" bezeichnet, ähnlich wie in der Serie "Bridgerton". So spielt Shazad Latif die weiße Figur Edgar Linton und Hong Chau die Hausdienerin Nelly. Fennel hat rassistische Beschimpfungen aus der Vorlage gestrichen, was die gesellschaftskritische Dimension verändert. Diese Entscheidungen reflektieren aktuelle Debatten über Diversität in britischen Historienfilmen.
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