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International 25.03.2026, 03:36 Aktualisiert: 25.03.2026, 12:05

Demokratischer Überraschungssieg in Trumps Hinterhof: Emily Gregory gewinnt Florida-Nachwahl

Demokratin Emily Gregory besiegt Trump-unterstützten Republikaner Jon Maples in Floridas Distrikt 87.

Wichtige Fakten

  • Demokratin Emily Gregory besiegt Trump-unterstützten Republikaner Jon Maples in Floridas Distrikt 87.
  • Gregory gewann mit 2,4 Prozentpunkten Vorsprung (797 Stimmen) im traditionell republikanischen Wahlkreis.
  • Der Distrikt war 2024 noch mit 19 Prozentpunkten Vorsprung an einen Republikaner gegangen.
  • Trump unterstützte Maples per Briefwahl, obwohl er diese Methode regelmäßig kritisiert.
  • Demokraten haben seit Trumps Amtsantritt 2025 bereits 29 Distrikte von Republikanern übernommen.

Wahlergebnis

Bei einer Sonderwahl in Floridas 87. Distrikt, der Donald Trumps Mar-a-Lago-Anwesen in Palm Beach umfasst, hat die Demokratin Emily Gregory den republikanischen Kandidaten Jon Maples besiegt. Nach Auszählung fast aller Stimmen liegt Gregory mit 2,4 Prozentpunkten oder 797 Stimmen Vorsprung vorne. Der Distrikt war 2024 noch mit einem Vorsprung von 19 Prozentpunkten an einen Republikaner gegangen, was den aktuellen Sieg als politische Überraschung markiert.

Politische Implikationen

Trump hatte Maples öffentlich unterstützt und per Briefwahl für ihn gestimmt, trotz seiner regelmäßigen Kritik an dieser Wahlmethode. Demokratische Vertreter wie Ken Martin, Vorsitzender des Democratic National Committee, werten den Sieg als Signal für breitere Erfolge bei den Midterm-Wahlen im November. Heather Williams von der Democratic Legislative Campaign Committee betonte, dass es sich um den insgesamt 29. Distrikt handelt, den die Demokraten seit Trumps Amtsantritt 2025 von den Republikanern übernommen haben.

Hintergrund und Reaktionen

Umfragen zeigen seit geraumer Zeit wachsende Unzufriedenheit mit Trump – in einer aktuellen Ipsos-Erhebung äußerten sich nur 36 Prozent der befragten US-Bürger zufrieden mit seiner Amtsführung. Als Gründe gelten unter anderem gestiegene Benzinpreise und Ablehnung des US-israelischen Krieges gegen Iran. Die Midterm-Wahlen im November, die über das US-Repräsentantenhaus, Teile des Senats und Gouverneursposten entscheiden, könnten nun als Stimmungsbarometer für Trumps Präsidentschaft dienen.

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