Depot schließt weitere 66 Filialen: Hunderte Jobs betroffen
Wichtige Fakten
- • Deko-Händler Depot schließt 66 Filialen deutschlandweit.
- • Grund: laufendes Insolvenzverfahren; nur rentable Läden bleiben.
- • Rund 330 Beschäftigte verlieren laut Chef Gries ihren Job.
- • Verbliebene etwa 80 Filialen könnten weiter sinken.
- • Online-Handel und Kaufzurückhaltung setzen Depot zu.
Depot-Filialschließungen: Letzter Schritt der Insolvenz?
Der angeschlagene Deko-Händler Depot hat angekündigt, weitere 66 Filialen zu schließen. Das Unternehmen steckt bereits seit 2024 in einem Insolvenzverfahren in Eigenregie. Betroffen sind Standorte wie Berlin, Hamburg, Braunschweig, Stuttgart und Erfurt. Depot-Chef Christian Gries erklärte, man könne nur Filialen betreiben, die auch profitabel seien. Daher verbleiben vorerst noch rund 80 Standorte; jedoch könnten noch weitere folgen, falls die Verhandlungen mit Vermietern scheitern.
Jobverluste und Ursachen
Etwa 330 Mitarbeiter werden entlassen, hinzu kommen Stellen in der Zentrale. Damit habe man bereits vor der Großschließung viele Arbeitsplätze gestrichen – ein Schicksal, das andere Einzelhändler wie Görtz oder auch Galeria teilen. Als Hauptgründe führt Gries die wachsende Konkurrenz durch Online-Plattformen wie Temu sowie die allgemeine Kaufzurückhaltung und hohe Betriebskosten an.
Krise im deutschen Einzelhandel
Die Schieflage von Depot und weiteren Händlern wie Mäc Geiz und Hellweg ist Teil einer Pleitewelle, die das Allensbacher ifo-Institut als historisch bezeichnet. Jedes sechste Handelsunternehmen fürchte um seine Existenz, bestätigte die Umfrage. Ob Depot sich langfristig retten kann, bleibt abzuwarten.
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