Deutsche Autobranche in der Krise: Stellenstreichungen und Sparmaßnahmen eskaliert
Wichtige Fakten
- • VW erwägt Abbau von 100.000 Stellen und Schließung von 4 Werken.
- • Mercedes verschiebt „Transformationsbonus“ für 90.000 Beschäftigte in Deutschland.
- • Mercedes-Vorstand plädiert für längere Arbeitszeiten bei gleichem Lohn.
- • BMW-Aktie hat sich seit Jahresanfang fast halbiert.
- • VW-Vorzugsaktien fielen in fünf Jahren von 220 auf 75 Euro.
Alarmsignale in der Autoindustrie: VW, Mercedes und BMW unter Druck
Die deutsche Autoindustrie steckt in einer tiefen Krise. Volkswagen erwägt laut Medienberichten den Abbau von bis zu 100.000 Stellen und die Schließung von vier Werken in Deutschland, um Milliarden einzusparen. Auch der Mercedes-Benz-Konzern verschärft seinen Sparkurs: Eine für Juli erwartete Sonderzahlung für rund 90.000 Beschäftigte wurde verschoben und der Vorstand fordert längere Arbeitszeiten bei gleichem Lohn, um die hohen Produktionskosten am Standort Deutschland zu senken.
Die Börse spiegelt die Misere wider: Volkswagen-Vorzugsaktien sind in fünf Jahren von knapp 220 auf etwa 75 Euro gefallen, BMW-Aktien haben sich seit Jahresanfang fast halbiert. Als Gründe gelten unter anderem die Absatzflaute in China, der hohe Kosten- und Bürokratiedruck in Deutschland sowie die günstige Konkurrenz durch chinesische E-Auto-Hersteller.
Strukturwandel und Herausforderungen durch Elektromobilität
Die traditionellen Verbrenner-Fahrzeuge waren lange das Erfolgsmodell der Branche, doch der Umstieg auf Elektroautos erfordert hohe Investitionen und führt zu Unterauslastung von Verbrenner-Fabriken. Hinzu kommen hausgemachte digitale Rückstände, vergleichsweise hohe US-Zölle und die Abhängigkeit von Importen bei Batterie-Rohstoffen wie Lithium und Nickel.
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