Deutsche Bahn friert Ticketpreise im Fernverkehr ein
Wichtige Fakten
- • Bahnchefin Palla kündigt Preisstabilität für zwölf Monate ab Mai an.
- • Pro Bahn fordert Preissenkungen aufgrund von Verspätungen.
- • Flexpreise wurden zuletzt Ende 2024 um 5,9% erhöht.
- • Sparpreise variieren stark; Hamburg-München ab unter 20 Euro.
Preisstabilität trotz Kritik
Die Deutsche Bahn will auf Preiserhöhungen im Fernverkehr verzichten. Bahnchefin Evelyn Palla kündigte an, die Preise für ICE- und Intercity-Tickets für zwölf Monate stabil zu halten. Bereits im vergangenen Dezember war die übliche Anhebung ausgefallen. Die Entscheidung erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender Kritik an Verspätungen und Zugausfällen.
Forderung nach Preissenkungen
Der Fahrgastverband Pro Bahn fordert deutliche Preissenkungen. Detlef Neuß, Ehrenvorsitzender, betonte, dass die Ankündigung nicht ausreiche, da die Bahn häufig unpünktlich sei. Zudem seien die Ticketpreise je nach Strecke und Auslastung variabel, ein reiner Verzicht auf Erhöhungen schaffe keine Transparenz.
Hintergrund der Preispolitik
Die Bahn hatte Preisanhebungen zuletzt mit steigenden Personal- und Energiekosten begründet. Die meisten Kunden reisen mit flexiblen Sparpreisen, deren Preise stark variieren. Während ein Flexpreis Hamburg-München 220 Euro kostet, sind Sparpreise oft für unter 20 Euro erhältlich. Die Preise im Regionalverkehr werden separat von Verkehrsverbünden festgelegt und wurden teils erhöht.
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